Großes Fischsterben:

Kaviar-Züchter beklagt schon wieder hohen Schaden

„Fast alle Störe sind tot. In zwei Wochen wissen wir, ob es Absicht war oder Öl oder Gülle durch Regen eingeschwemmt worden war“ - Thomas Stadler (52) aus Neuhofen an der Krems ist zum Weinen zumute. Im Jänner wurde der Züchter Opfer eines Fischdiebstahls, nun verendete der Rest. Hunderttausende Euro Schaden!

Seitdem der Motorradhändler Thomas Stadler aus Neuhofen/Krems im Jahr 2014 mit der Störzucht und Kaviarproduktion in Lichtenberg begann, gab’s Sabotageakte.
Ende Jänner zeichneten Wildkameras auf, wie drei Diebe den 1000 Quadratmeter großen Teich zur Hälfte mit Keschern abfischten. „Mir wurden meine Fische online angeboten. Ich habe einen WhatsApp-Verlauf mit dem Anbieter, aber die Polizei tut nichts“, ärgert sich Stadler, der auch von einem zweiten Stör-Diebsopfer kontaktiert worden ist. Auch hier tut sich polizeilich nichts, die Beweisbarkeit ist das Problem.

Ölfilm auf Wasseroberfläche
Jetzt der nächste Tiefschlag: Der 52-Jährige fand nun rund 400 tote Störe in seinem Teich. „An der Wasseroberfläche schwamm ein ölähnlicher Film. Erst die Analyse wird zeigen, was es genau ist“, sagt Stadler, der alle Fische sezierte und 380 weibliche Störe zählte, viele voll mit wertvollem Kaviar.

Tierkörperverwertung
Statt auf Tellern von Feinschmeckern landeten die Fische und ihre Eier in der Tierkörperverwertung. Allein der Fleischwert der Tiere beträgt rund 50.000 Euro - der Kaviarwert ein Vielfaches. „Der Schaden, eine Eigentumswohnung“, sagt Stadler."

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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