Mi, 17. Juli 2019
19.06.2019 06:30

Bilanz in Tirol

Hochwasser hinterließ Schäden in Millionenhöhe

„Tirol ist knapp an der großen Katastrophe vorbeigeschrammt“, bilanzierte die Landesregierung die Hochwassersituation der vergangenen Woche. Der Schaden liegt zwischen fünf und sieben Millionen Euro, das Land unterstützt Betroffene mit einer Soforthilfe.

Katastrophenstimmung herrschte am Mittwoch vor einer Woche beim Gang über die Innbrücke in Innsbruck. Das Wasser stand so hoch wie es nur alle 50 Jahre vorkommt, die Feuerwehr regelte den Verkehr, um die Altstadt wurde ein mobiler Hochwasserschutz aufgebaut. Die Anspannung war enorm, die Luft zum Zerreißen.

Soforthilfe vom Land
Die große Hochwasserkatastrophe blieb zum Glück aber aus. Zu verdanken ist das mehreren Faktoren: der Professionalität der Einsatzkräfte, dem Wetter und den Experten, die schnell Entscheidungen trafen, wie etwa die Kraftwerke abzuschalten, was zwischen 20 und 30 Zentimetern an Wasser zurück- und damit ein 100-jährliches Hochwasser abhielt.

Enorme Schäden
„Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen“, sagte Landeshauptmann Günther Platter am Dienstag, „auch wenn es gewaltige Schäden in der Höhe von fünf bis sieben Millionen Euro gibt.“ Das beinhalte überschwemmte Keller in Privathaushalten, geflutete Radwege und die Landwirtschaft, wo der Schaden rund zwei Millionen Euro beträgt. „300 Hektar Grünland, 150 Hektar Gemüse- und 50 Hektar Maisanbaufläche sind betroffen“, schildert Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler. In allen Bereichen werde jetzt geprüft, wo diverse Versicherungen einspringen. Das Land hilft mit Geldern aus dem Katastrophenfonds aus.

Hochwasserschutz im Unterland
Die Extremsituation machte aber auch deutlich, wie wichtig der Hochwasserschutz ist. Deshalb will die Landesregierung auch im Unterland endlich die nötigen Maßnahmen treffen - und wenn nötig „eine noch wehrhafte Gemeinde gerichtlich zu ihrem Glück zwingen“, wie es Geisler ausdrückte. Die Gründung des Wasserverbandes zu Beginn des Jahres war ein wichtiger Schritt, nun komme es darauf an, wie schnell gerichtliche Bescheide vorliegen, um endlich in die Umsetzung des Hochwasserschutzes zu gehen.

Zahlreiche Einsätze
Auch Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe betonte, wie wichtig Prävention ist, und bedankte sich bei den Einsatzkräften. Die waren mit 3300 Alarmierungen und 2900 Einsätzen auch mehr als gefordert. „Die Feuerwehr rückte 400-mal am Tag aus, das ist zehnmal so oft wie an normalen Tagen“, erklärte Bernd Noggler, Geschäftsführer der Leitstelle Tirol.

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