16.06.2019 11:59 |

Gift in Minibar?

7 tote Touristen in der Karibik geben Rätsel auf

Eine rätselhafte Todesserie in der Karibik hat nun sogar das FBI auf den Plan gerufen: Innerhalb eines Jahres starben sieben US-Amerikaner in der Dominikanischen Republik unter ähnlichen Umständen. Die meisten Touristen starben, nachdem sie ein Getränk aus der Minibar getrunken hatten - bei der Mehrzahl wurde außerdem auch Wasser in der Lunge gefunden. Der Sohn einer erst am Montag verstorbenen Frau berichtete, dass sich die Behörden geweigert hätten, toxikologische Tests durchzuführen. Der Inselstaat habe sich außerdem geweigert, die Leiche auszuhändigen, ehe sie verbrannt oder einbalsamiert wurde.

Sie waren vor dem Urlaub bei bester Gesundheit - doch nur wenige Tage nach Ankunft in dem beliebten Urlaubsparadies waren sieben Touristen plötzlich tot. Die mysteriösen Todesfälle von US-Bürgern in der Karibik beschäftigen nicht nur deren Angehörige, auch das FBI wurde nun eingeschaltet, um die Ursache für das überraschende Ableben der Urlauber herauszufinden.

Die Todesserie begann im Juni 2018 mit dem Tod einer 51-jährigen Frau. Es wurde ein Herzinfarkt festgestellt. Die Touristin habe noch einen Drink aus der Minibar genommen, sich dann schlafen gelegt und sei am nächsten Morgen nicht mehr aufgewacht, berichtete die „New York Times“. Einen Monat später starb ein 45-Jähriger - neben einem Herzinfarkt wurde auch ein Lungenödem als Ursache angeführt.

Ehepaar tot in Hotelzimmer aufgefunden
Ein 67-jähriges Todesopfer, das eine Hochzeit auf der Insel besucht hatte, wurde laut seiner Familie nach dem Genuss eines Scotchs aus der Minibar heuer im April krank. Im Mai starb eine 41-Jährige, die ihren zehnten Hochzeitstag in der Karibik feierte - nur einen Tag nach ihrer Ankunft im Hotel. Es wurde ein Herzinfarkt diagnostiziert. Wenige Tage später wurde ein Ehepaar (63, 49) tot in seinem Zimmer aufgefunden. Eine Autopsie ergab, dass das Paar unter Ateminsuffizienz und Lungenödemen gelitten haben soll.

Behörden verweigerten toxikologische Untersuchung
Der jüngste Fall betrifft eine Medizintechnikerin aus New York, die allein Urlaub machte, um ihren 53. Geburtstag in dem Ferienparadies zu feiern. Ihr Sohn Will Cox berichtete Fox News, seine Mutter Leyla habe vor der Reise keinerlei gesundheitliche Probleme gehabt. Als Todesursache wurde ebenfalls ein Herzinfarkt angegeben. Als er toxikologische Tests forderte, blockten die Behörden jedoch ab.

Sie setzten den Angehörigen sogar unter Druck, einen Auftrag an ein Bestattungsinstitut in nur wenigen Stunden zu unterzeichnen. „Sie sagten, ich müsse ihnen die Erlaubnis geben, sie verbrennen oder einbalsamieren zu lassen, sonst würde ich meine Mutter nie zurückbekommen“, erzählte Cox dem TV-Sender. In diesem Fall hätte er auch keinen Totenschein für seine Mutter bekommen. Auch über die Autopsieergebnisse hielten sich die Behörden bedeckt. Er ist daher überzeugt, dass die Dominikanische Republik etwas vertuschen möchte.

Arzt: Häufung der Todesfälle „alarmierend, schockierend und traurig“
Der Minister für Tourismus, Francisco Javier Garcia, betonte, dass in den vergangenen fünf Jahren mehr als 30 Millionen Touristen das Land besucht haben, dass diese Todesfälle „Einzelfälle“ seien, und beteuerte, die Insel sei für Touristen sicher. Experten sind davon aber nicht überzeugt. Tom Inglesby, der Direktor des Johns Hopkins Center for Health Security, sagte der „New York Times“, dass die berichteten Symptome auf eine Vergiftung schließen ließen. „Es ist selten, dass Reisende an unbekannten Ursachen wie diesen sterben - eine hohe Anzahl solcher Fälle in relativ kurzer Zeit zu haben, ist alarmierend, schockierend und traurig“, so der Mediziner. „Es ist etwas, dem Ermittler auf den Grund gehen sollten.“

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