15.06.2019 13:11

ÖBB-Projekt

SchaZi als Gärtner: Bitte nicht füttern!

Im Kampf gegen Neophyten setzen die ÖBB bei ihrem Projekt „SchaZi“ wieder Schafe und Ziegen als tierische Gärtner auf Bahnböschungen ein. Um die Tiere nicht zu gefährden bittet der Besitzer, diese auf keinen Fall zu füttern.

Fünf Tiere sind im Vorjahr eingegangen, weil sich Menschen aus falsch verstandener Tierliebe nicht an die Warnung halten wollten. Ein Experte: „Brot oder Gebäck führt zu einer Übersäuerung der Pansen, also der Mägen. Die Tiere sterben wirklich qualvoll.“

Tiere haben Wasser und Schatten

Auch von „Befreiungsversuchen“ wird abgeraten: In den vergangenen Jahren sind Tiere dabei zu Schaden gekommen, wogegen noch nie ein Tier durch die Bahn ums Leben gekommen ist. Auch ist noch keins verdurstet: Der Besitzer, der 30 Tiere im Rotationsverfahren stellt, versorgt sie mit Wasser und sieht mehrmals täglich nach ihnen. Sie haben außerdem einen Unterstand mit Schatten.

Die „Schazi´s“ werden am Bahndamm der Koralmbahn zwischen Althofen/Drau und Klagenfurt stationiert. Auf 40.000 Quadratmetern sorgen sie dafür, dass Neophyten, wie der „Japanische Staudenknöterich“, verschwinden. Erst dann kann ein dichter und vielfältiger Gras- und Kräuterbewuchs entstehen.

Tier oder Maschine im Vergleich

ÖBB-Sprecher Christoph Posch: „Das verhindert das neuerliche 
Eindringen von Neophyten. Das geringe Gewicht der Tiere bewahrt den Dammkörper vor Schäden.“ Während des langfristigen Versuchsprojekts wird die tierische Bekämpfung der eingeschleppten Pflanzen mit der Maschinellen verglichen.

Serina Babka
Serina Babka

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