Di, 25. Juni 2019
09.06.2019 06:00

Nach Gewaltvorwurf

„Polizist wusste nicht, ob Demonstrant Waffe hat“

Martin K. (Name geändert) ist 30 Jahre alt, Polizist aus Überzeugung. Doch die anfangs friedliche Klimademo in Wien, die 96 Demonstranten aus den Fugen gerieten ließen, wurde ihm zum Verhängnis. Wie berichtet, ist auf einem Video zu sehen, wie K. auf einen am Boden Liegenden schlägt. „Gerechtfertigt“, so sein Anwalt.

„Freilich“, sagt Anwalt Nikolaus Rast, „die Aufnahmen sind nicht wegzuleugnen - die Optik ist schief“. Dennoch steht für ihn fest: „Mein Mandant hat eine Festnahmetechnik angewandt, wie sie im Polizeilehrbuch steht. Er hat in der brandgefährlichen Situation das mindeste Maß an Gewalt eingesetzt.“

Demonstrant soll ausgerastet sein
Was war passiert? Ein auf dem Bauch liegender Demonstrant wird von Beamten fixiert, einer davon, Martin K., schlägt gegen seinen Rücken. Rast versucht zu erklären, warum: Das „Opfer“ soll schon zuvor ausgerastet sein, einen stämmigen Polizisten zu Boden gerissen haben. Weil er seine Hände versteckt und sich geweigert haben soll, sie herzuzeigen, kam es zum fatalen Einsatz.

„Die Beamten wussten nicht, ob er eine Waffe trägt. Ihren Anordnungen hat er selbst nach seiner Festnahme nicht Folge geleistet.“ Fakt ist, die Schläge sind dokumentiert, Martin K. wurde zum Innendienst vergattert.

Sandra Ramsauer, Kronen Zeitung

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