04.06.2019 14:43 |

Keine Zündquellen

2 Brände zeitgleich: Geht Feuerteufel in Tirol um?

Treibt ein Feuerteufel in Going am Wilden Kaiser sein Unwesen? Nach zwei Tagen der Brandermittlungen, muss laut Polizei - vorbehaltich weiterer Untersuchungen- davon ausgegangen werden, dass es sich bei den beiden Großbränden in der Nacht auf Sonntag um Brandlegung oder fahrlässige Herbeiführung einer Feuersbrunst handelte. Die massive Zerstörung der beiden Gebäude erschwert den Ermittlern ihre Arbeit.

Es war ein Großeinsatz, der seinem Namen alle Ehre macht: In der Nacht auf Sonntag kämpften in Going am Wilden Kaiser 200 Feuerwehrmänner gegen ein Flammenmeer. Ein Bauernhof und ein Stadel - nur ein paar hundert Meter voneinander entfernt - brannten beinahe zeitgleich lichterloh. Über fünf Stunden löschten die Einsatzkräfte die Flammen.

Massive Zerstörung erschwert Ermittlungen
Von den Gebäuden ist heute kaum noch etwas übrig. Eine Tatsache, die den Brandermittlern des Landeskriminalamtes die Arbeit erschweren. „Durch die massive Zerstörung am landwirtschaftlichen Anwesen konnte der Brandausbruchsbereich nicht mehr untersucht werden“, erklärt die Polizei nun. Dieser sei nämlich durch das Brandgeschehen und in weiterer Folge durch die Löschmaßnahmen vollständig zerstört und in sich zusammengefallen. 

Keine Zündquellen gefunden
„Anhand der Brandverlaufsspuren konnte aber rekonstruiert werden, dass der Brand im Bereich der Tenne ausbrach“, so die Polizei weiter. Dort seien Heuballen gelagert gewesen - die Ermittler konnten keine Zündquellen in diesem Bereich feststellen. „So muss vorbehaltlich weiterer Untersuchungen davon ausgegangen werden, dass subjektive Elemente - Brandstiftung bzw. fahrlässige Herbeiführung einer Feuersbrunst - zum Brandausbruch führten“, heißt es von Seiten der Ermittler. 

Selbe Situation im Stadel
Ähnlich sei die Situation beim so genannten „Koasastadel“. „Auch dieses Objekt wurde samt Inhalt durch das Brandgeschehen völlig zerstört“, führt die Polizei aus. Und auch hier heißt es: „Im Bereich des Brandausbruchsbereiches wurden keine objektiven Zündquellen festgestellt, so dass auch in diesem Fall von einer subjektiven Brandentstehung ausgegangen werden muss.“

Polizei ermittelt in alle Richtungen
 „Augenscheinliche Zusammenhänge zwischen den beiden Brandstellen konnten bis dato nicht erhoben werden“, informieren die Beamten. Ermittelt werden aber in alle Richtungen. Auch Feuerwehrkommandant Gerhard Wallner will keine voreiligen Schlüsse ziehen, auch wenn er im Gespräch mit der „Krone“ eingesteht, dass „zwei zeitgleiche Brände so nah an einander schon ungewöhnlich sind.“ Die Gerüchteküche in Going brodelt - dass wird sich mit diesen vorläufigen Ermittlungsergebnissen wohl auch nicht so schnell ändern.

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