Niki Laudas tapfere Zwillinge Max und Mia (9) haben mit einer Fürbitte berührt. Tausende Fans nahmen am Mittwoch im Wiener Stephansdom Abschied von ihrem Idol. Das Medieninteresse war enorm. Dompfarrer Toni Faber sagte: Anders als aus der Werbung bekannt, war Niki Lauda einer, der besonders viel zu verschenken hatte (siehe Video).
Unaufhaltsam prasseln Regentropfen auf ein Meer von Schirmen, das die Außenmauern des Wiener Stephansdoms säumt. Selbst der Himmel trägt Trauer. Es ist kurz vor 8 Uhr, Glockengeläute hallt durch die Innenstadt. Hunderte Fans warten auf Einlass, um ihrem Idol die letzte Ehre zu erweisen - im Laufe des Vormittags sollten es Tausende werden. Auf der Südseite flackert Blaulicht auf. Weiße Mäuse eskortieren „Niki Nazionale“ auf seinem letzten Weg. Ein silberner Mercedes hält vor dem Riesentor, Mitarbeiter der Bestattung tragen den Sarg in den Dom - begleitet von Laudas Witwe Birgit und den beiden erwachsenen Söhnen Mathias und Lukas.
Berührend: Witwe legte Rennhelm auf den Sarg
Im Hauptschiff warten Dutzende Fotografen und Kamerateams. Lauda scheute nie die Öffentlichkeit, auch nicht im Tod. Chorgesang erfüllt den Raum. Dann die berührende Szene: Die Witwe legt einen Lorbeerkranz sowie Nikis Rennhelm auf den Sarg. Wenige Minuten später verabschiedet sich eine schier endlose Schlange von Fans und Wegbegleitern vor dem Sarg von ihrem Idol. Nicht jeder schafft es in den Dom, bevor die Tore wieder geschlossen werden. Draußen schüttet es unvermindert weiter - Niki Laudas allerletzte Reise ist ein Regenrennen ...
Tröstende Worte von der Staatsspitze abwärts
Am Nachmittag fand unter Ausschluss von TV-Kameras und Mikrofonen das Requiem statt, bei dem unter anderem Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Arnold Schwarzenegger, Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz und Laudas Kinder das Wort ergriffen. Dompfarrer Faber schaffte den Spagat zwischen Öffentlichkeit und Wahrung der Privatsphäre.
Mit einer Fürbitte an und für ihren verstorbenen Vater rührten die Zwillinge Max und Mia die Trauergäste zu Tränen: „Heiliger Vater, monatelanges Leiden und Hoffen hat ein Ende. Wir sind erschöpft und traurig, unseren geliebten Papi nicht mehr halten zu können. Die Krankheit war stärker als seine Kraft. Jetzt ist er erlöst von seinen Schmerzen, und wir müssen ihn gehen lassen. Wir lieben dich, Papi, steh uns bei in diesen Tagen.“
Kronen Zeitung









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