24.05.2019 15:14 |

Mit Haftbefehl gesucht

Polizei holt Reichsbürger mit Kindern aus Erdhöhle

Die deutsche Polizei hat in Bayern einen vor Monaten mit seinen zwei minderjährigen Kindern untergetauchten Reichsbürger in einer selbst gegrabenen Erdhöhle entdeckt. Bei einem Zugriff in einem Steinbruch am vergangenen Samstagabend sei der 50-Jährige festgenommen worden, teilte das Polizeipräsidium Oberfranken am Freitag mit.

Seine zwei Kinder, die wohlauf waren, seien dem Jugendamt übergeben worden. Der Polizei zufolge wurde der zur Reichsbürgerszene zählende Mann mit Haftbefehl gesucht. Er sollte Mitte November festgenommen werden, war aber nicht zu Hause. Im Zuge der Fahndung fanden die Ermittler heraus, dass er zusammen mit den Kindern untergetaucht war.

Mann ließ sich widerstandslos festnehmen
In der Folge habe es umfangreiche Ermittlungen gegeben, auch ein Aufenthalt im Ausland sei nicht ausgeschlossen worden. Anfang Mai sei der Verdacht aufgekommen, der Mann könne sich in einem Steinbruch im Landkreis Lichtenfels aufhalten. Dieser Verdacht habe sich erhärtet, der Vater habe sich widerstandslos festnehmen lassen.

Geheimdienst beobachtet die Reichsbürger
Sogenannte Reichsbürger erkennen den Staat nicht an. Sie sprechen Behörden und Gerichten die Legitimität ab und akzeptieren keine amtlichen Bescheide. Die Bewegung wird seit Herbst 2016 vom Inlandsgeheimdienst beobachtet. In den deutschlandweiten Fokus war die Gruppierung geraten, nachdem ein Reichsbürger 2016 einen Polizisten im mittelfränkischen Georgensgmünd erschossen hatte.

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