Gemeinderat stimmte ab

Trotz „Nein“ der Bürger wird Supermarkt gebaut

Jetzt ist es offiziell! Obwohl sich die Wallerner bei einer Volksbefragung im Vorjahr mit fast 59 Prozent gegen einen vierten Supermarkt aussprachen, soll dieser dennoch gebaut werden. Eine geheime Gemeinderatsabstimmung brachte mit 19 zu 6 Stimmen die Entscheidung. Nun muss das Land den Segen geben.

„In unserer 3000 Einwohner großen Gemeinde haben wir bereits einen Billa, Spar sowie Hofer und sind gut angebunden. Wieso wir noch einen 1500 Quadratmeter großen Lidl brauchen, obwohl ein anderer Betrieb auf dem Grundstück mehr Sinn machen würde, ist völlig unklar“, ist Wallerns Grünen-Franktionsobmann Wilfried Kraft verärgert. Am Donnerstag hatte der Gemeinderat über den Supermarkt beraten und schlussendlich mit 19 zu 6 Stimmen für den Discounter gestimmt.

Bau wird problematisch gesehen
Für Kraft ein enttäuschendes Ergebnis: „Da lässt man die Bürger abstimmen und ignoriert dann ihre Meinung.“ Mit dem Bau sieht er Probleme auftreten: „Ortskerne sterben, die Komunalsteuer ist niedrig und weil jeder der Supermärkte ja Lebensmittelvorräte anlegen wird, muss am Ende mehr weggeschmissen werden.“

Für Bürgermeister übewiegen Vorteile
Laut Bürgermeister Franz Kieslinger (VP) überwiegen die Vorteile: „An der Volksbefragung nahmen weniger als die Hälfte der Bürger teil, zudem haben wir uns jahrelang um unterschiedlichste Betriebe für das Grundstück bemüht. Der Lidl-Markt ist da ein wahrer Segen!“ Auch habe es umfangreiche Analysen gegeben, bei denen die positiven Argumente klar überwogen, so Kieslinger: „Einen schöneren Standort kann es für einen Supermarkt nicht geben. Wenn nicht dort, wo dann?“ Nun muss das Land das geplante Projekt absegnen. Falls dies passiert, steht dem Bau nichts mehr im Weg.

Michael Klukowski
Michael Klukowski

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