Dänemark hat sich bei der Fußball-EM auf klaren Viertelfinal-Kurs gebracht und Bulgarien aus dem Turnier geschossen. Die Mannschaft von Trainer Morten Olsen feierte am Freitagabend in Braga einen verdienten 2:0 (1:0)-Erfolg über die einmal mehr enttäuschenden Osteuropäer und hat nun beste Chancen, erstmals seit ihrem EM-Titelgewinn vor zwölf Jahren unter die Top-Acht zu kommen.
Vor 25.000 Zuschauern im Estadio Municipal trafenJon Dahl Tomasson (44.) und Jesper Grönkjaer für dieDänen. Die nach Russland als zweites EM-Team gescheitertenBulgaren, die neben dem Spiel auch ihren Kapitän StilianPetrow (83./Gelb-Rot) wegen Meckerns verloren, warten nun schonseit 18 Jahren auf einen Sieg über die Skandinavier.
Vier Tage nach dem 0:5-Debakel gegen Schweden wirktendie Bulgaren verunsichert und präsentierten sich eine Halbzeitlang defensiv bis destruktiv. Ganz anders die Dänen, dievon vielen Landsleuten unterstützt wurden und deshalb fastein Heimspiel hatten. Bei Temperaturen von erstmals bei dieserEndrunde nur knapp über 20 Grad waren die Skandinavier langeZeit allein für die Offensiv-Aktionen zuständig.
Es dauerte aber bis kurz vor der Pause, ehe Tomassoneine tolle Kombination über Gravesen und Jörgensen zurhochverdienten Führung abschloss. Es war das erste EM-Torder Skandinavier seit 1996. Zuvor hatten Martin Jörgensen(5.), Gravesen (25.), Jesper Grönkjaer (28.), Ebbe Sand (32.)und Tomasson (39.) sehr gute Einschussmöglichkeiten ungenutztgelassen. Auf der Gegenseite musste Thomas Sörensen in der41. Minute erstmals eingreifen. Dabei lenkte der Torhütereine Flanke auf den Lauterer Marian Hristow, dessen Kopfball aberneben das Tor ging.
Nach Wiederanpfiff stärkte Bulgariens CoachPlamen Markow durch die Hereinnahme von Stürmer Zdrawko Lazarow(51.) die Offensive. Prompt wurde die Partie offener, zumal dieSkandinavier sich vermehrt auf das Konterspiel verlegten und denknappen Vorsprung verwalteten. So kamen die Bulgaren, die beider klaren Niederlage gegen Schweden einen besseren Eindruck hinterlassenhatten, endlich auch mal vor dem gegnerischen Tor zum Zuge: ZoranJankowic (55.) zielte bei seinem 20- m-Schuss jedoch vorbei. Inder hektischen Schlussphase verloren die Bulgaren die Nerven:Stilian Petrow sah in seinem 50. Länderspiel noch die Ampelkartedurch den allerdings schwachen Schiedsrichter Lucilio Batista(Portugal), bei dem die Gelbe Karte zu locker saß.
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