Kritik an Medien

Greta Thunberg kritisiert jetzt Medien weltweit

Ausland
08.05.2019 13:04
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nun kritisiert die junge schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg die Medien scharf: Die Berichterstattung über den UN-Bericht zur Artenvielfalt fiel ihrer Meinung nach viel zu gering aus. Obwohl durch den Menschen eine Million Arten vom Aussterben bedroht seien, sei dies nicht die Topnachricht des Tages gewesen, bemängelt die 16-Jährige.

Thunberg machte ihrem Ärger auf Twitter Luft: Das Aussterben von Arten würde auch die Menschheit bedrohen. „Solange es so weitergeht, solange die Medien damit scheitern, Verantwortung zu übernehmen, haben wir keine Chance“, warnte die Schülerin. 

Ausmaß des Artensterbens war noch nie so groß 
In Schweden habe nur eine Zeitung das Thema auf die Titelseite gesetzt, und das lediglich mit einem winzigen Beitrag. In dem am Montag vorgestellten UN-Bericht zum Zustand der Artenvielfalt heißt es, von den geschätzt acht Millionen Tier- und Pflanzenarten weltweit seien bis zu eine Million vom Aussterben bedroht. Das Ausmaß des Artensterbens sei in der Geschichte der Menschheit noch nie so groß gewesen.

Thunberg demonstriert seit August vor dem Reichstag in Stockholm dafür, dass sich die schwedische Politik an die Klimaziele der Pariser Weltklimakonferenz hält. Ihre Protestaktion hat weltweit zahlreiche Anhänger gefunden. Die 16-Jährige ist der Ansicht, dass die Medien in aller Welt viel zu selten und zu nachrangig über das Klima und die Umwelt berichten.

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