07.05.2019 07:37 |

Vier Schiffe zerstört

Feuer im Hafen Mörbisch: Rätsel um Brandursache

Gleich vier Ausflugsschiffe sind am Montagnachmittag in Mörbisch am Neusiedler See bei einem Großfeuer in Schutt und Asche gelegt worden. Rasend schnell hatten sich die Flammen auf den Booten ausgebreitet, auch zwei Anlegestege im Hafen wurden schwer in Mitleidenschaft gezogen. Personen kamen bei dem Vorfall nicht zu Schaden. Doch was hatte das Feuer, das ersten Erkenntnissen zufolge auf einem der Schiffe ausgebrochen war, ausgelöst? Diese Frage gilt es nun zu beantworten. Indes wurden weitere Details rund um den Brandverlauf bekannt.

Bis in die Abendstunden hinein waren die Helfer der Feuerwehren mit Nachlöscharbeiten im Hafen von Mörbisch beschäftigt, wo zuvor stundenlang ein Großfeuer getobt hatte. Kurz nach 13.30 Uhr hatten offenbar Angestellte des Fährunternehmens Schifffahrt Weiss Feuer auf einem der Boote bemerkt und versuchten die Flammen daraufhin noch mit Handlöschern unter Kontrolle zu bringen, wie der Seniorchef des Unternehmens, Hermann Weiss, gegenüber dem ORF erklärte.

Doch sie sollten gegen das Feuer machtlos sein. Durch den heftigen Wind geriet der Brand rasch außer Kontrolle, die Helfer von insgesamt neun Feuerwehren mussten anrücken. Doch auch sie waren enorm gefordert. Bei ihrem Eintreffen hatten die Flammen bereits auf ein weiteres Schiff übergegriffen - diese stand ebenfalls in Vollbrand.

So schnell griff das Feuer um sich
Wie die Freiwillige Feuerwehr Mörbisch auf ihrer Facebook-Seite berichtet, habe man auf Videoaufzeichnungen den Brandverlauf beobachten können. „Die Zeitspanne von der Entdeckung des Brandes bis zum ,Flash-over‘ und dem Flammenüberschlag auf das Nachbarschiff betrug zirka 3 (!) Minuten“, berichten die Helfer. Zusätzlich zu dem Wind habe die „Holz-Polyester-Konstruktion der Boote den Brandverlauf wesentlich beschleunigt“.

120 Mann kämpften gegen die Flammen
Offenbar versuchte man daraufhin noch, weitere Boote vor den Flammen zu schützen, und löste zwei von ihnen vom Steg. Der starke Wind dürfte diese jedoch genau hinter die brennenden Schiffe geweht haben, die Flammen griffen auch auf sie über.
Vom Ufer und auch vom Wasser aus mussten die Feuerwehrleute gegen das Feuer ankämpfen. Den etwa 120 Helfern sollte es schlussendlich auch gelingen, noch weit größeren Schaden abzuwenden und ein Übergreifen der Flammen auf Hütten und den Schilfgürtel zu verhindern.

Mehrere Hunderttausend Euro Schaden
Dennoch brannten schlussendlich vier der insgesamt sieben Schiffe des Unternehmens nieder, lediglich die verkohlten Rümpfe blieben zurück. Ein fünftes Schiff wurde ebenfalls beschädigt, die enorme Hitze hatte die Scheiben schmelzen lassen.
Der entstandene Schaden wurde bislang noch nicht genau beziffert, dürfte allerdings ersten Schätzungen zufolge mehrere Hunderttausend Euro betragen. Ebenso Gegenstand von Ermittlungen ist die Ursache des Feuers. Die beiden Angestellten, die die Flammen an Bord des Schiffes bemerkt hatten, könnten sich den Brand nicht erklären, wie Weiss sagte.

Nun sind die Experten der Brandermittlung am Zug, um die Ursache zu klären.

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