07.05.2019 06:00 |

Drei Täter schon frei!

Polizistenmutter bei Überfall ins Koma geprügelt

Schock bei der Wiener Polizei: Die Mutter eines Kriminalbeamten wurde Opfer eines Brutalo-Raubes am helllichten Tag. Für nur 70 Euro Beute soll eine Serben-Bande die 78-Jährige auf dem Heimweg ins Koma geprügelt haben! Ein weiterer Aufreger ist die Justiz: Drei der vier Verdächtigen sind bereits auf freiem Fuß ...

Die Pensionistin war mit ihrem Lebensmittel-Einkauf in der stark frequentierten Laxenburger Straße in Wien-Favoriten am Vormittag auf dem Weg nach Hause gewesen, als es zum Schock-Überfall kam. Die brutale Attacke erfolgte ohne Vorwarnung von hinten.

Mehrfache Knochenbrüche, 70 Euro Beute
Bei dem Handtaschenraub wurde die Polizistenmutter für lediglich 70 Euro Beute halb tot geprügelt. Unter anderem erlitt sie mehrfache Knochenbrüche (zertrümmertes Becken etc.) und schwerste innere Blutungen. In einer Notoperation konnten Ärzte zwar das Leben des Raubopfers retten, der Weg zurück in ein normales Leben wird für die 78-Jährige aber langwierig.

Zeugen sahen nahe dem Tatort in einem Auto zwei Männer und eine Frau wegrasen und notierten das Kennzeichen. Der Fahrer des Fluchtwagens, ein in Wien als Notstandshilfe-Empfänger lebender Serbe, ging noch am selben Tag bei einer Drogen-Verkehrskontrolle ins Netz. Als er mit seiner Frau und den beiden Stiefsöhnen den abgestellten Wagen abholte, klickten die Handschellen - das Miet-Fahrzeug war von der Polizei zur Fahndung ausgeschrieben worden.

Stiefsohn im Verhör schwer belastet
Im Verhör belastete der Lenker seinen Stiefsohn (17) - er soll auch mit den Geldscheinen geprotzt haben - schwer. Obwohl der Teenager, dem nur eine milde Jugendstrafe droht, beharrlich schweigt, öffneten sich für seinen Bruder, die Mutter und den Stiefvater kurz nach Verhängung der U-Haft wieder die Tore - für viele ein Justiz-Skandal. Die Ermittlungen wie Handy-Überprüfungen oder Nachforschungen zu allfälligen weiteren Opfern sind noch lange nicht abgeschlossen. Während der Jugendliche als „Bauernopfer“ in Haft sitzt, können die anderen Verdächtigen leicht untertauchen!

Christoph Budin, Kronen Zeitung

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