So, 26. Mai 2019
05.05.2019 15:07

Neue Hinweise

Maddie: Entführte sie deutscher Kinderschänder?

Zwölf Jahre nachdem die damals dreijährige Madeleine „Maddie“ McCann aus einer Ferienanlage in Praia da Luiz in Portugal verschwand, hat die Polizei nun neue Hinweise auf einen möglichen Verdächtigen. Ein auf Basis von damaligen Zeugenaussagen angefertiges Phantombild brachte nun den verurteilten deutschen Kinderschänder und Dreifach-Mörder Martin Ney ins Visier der Ermittler. Ney sitzt rechtskräftig verurteilt seit 2011 wegen des Mordes an drei Buben in lebenslanger Haft.

Maddie McCann war am 3. Mai 2007 aus einem Appartement einer Ferienanlage verschwunden, während ihre Eltern beim Abendessen waren. Portugiesische Ermittler stellten nun bei einem Datenbank-Abgleiche eine frappante Ähnlichkeit zwischen jenem Mann, der von mehreren Zeugen nahe der Ferienanlage gesehen worden war, und dem Deutschen Martin Ney fest. Ney werden insgesamt drei Morde an Buben zwischen acht und 13 Jahren sowie rund 40 Sexualdelikte an Kindern zur Last gelegt.

Er hatte sich mit einer schwarzen Sturmhaube maskiert in Landschulheime und Zeltlager eingeschlichen. Zudem ist mittlerweile bekannt, dass er sich auch an der portugiesischen Algarve herumtrieb und durch Portugal reiste. Ob er auch dort Straftaten verübte, ist nicht bekannt. Allerdings soll Ney einem Zellengenossen gegenüber einen vierten Mord an einem zehnjährigen französischen Buben zugegeben haben.

Kinderschänder wurde bereits zum Fall Maddie befragt
Was allerdings gegen den neuen Verdacht spricht, ist, dass der heute 48-Jährige bereits in der Vergangenheit zu dem Verschwinden von Maddie McCann befragt worden war - und damals hatte er vehement bestritten, etwas mit dem Fall zu tun zu haben, sagte der frühere portugiesische Polizeichef Goncalo Amaral in einem Interview. Zudem sei das Vorgehen von Ney auch etwas anders gewesen als im Fall Maddie: „Er trug Messer bei sich und versteckte sich hinter Büschen. Außerdem waren alle seine Opfer Buben.“ Dennoch schließen Kriminalexperten nicht aus, dass sich der Pädophile auch an Mädchen vergangen haben könnte.

„Es ist ein schreckliches Gefühl“
Maddies Eltern Kate und Gerry McCann geben jedenfalls die Hoffnung nicht auf, ihre Tochter eines Tages lebend zu finden. Clarence Mitchell, Sprecher und Vertrauter der McCanns, sagte gegenüber der britischen „Daily Mail“ über den Verdacht gegen Ney: „Es könnte er sein, die Beschreibung passt auf ihn.“ Maddies Eltern seien von Scotland Yard über die neuesten Entwicklungen informiert worden: „Es ist ein schreckliches Gefühl, zu wissen, dass ein kindermordender Perverser verdächtigt wird im Entführungsfall ihrer Tochter.“ Kate McCann habe aber immer gesagt, „selbst im schlimmsten Fall“ wolle sie wissen, ob ihre Tochter tot oder am Leben sei.

Bis heute geht die Polizei davon aus, dass Maddie McCann entführt wurde. Was genau mit ihr geschah, ist unklar, auch die Eltern standen kurzzeitig im Fokus der Ermittlungen. Die britische Polizei ermittelt seit 2011 in dem Fall. Die portugiesische Justiz hatte ihre Ermittlungen 2008 eingestellt, nahm sie im Oktober 2013 aufgrund neuer Indizien aber wieder auf. Im März 2018 wurde bekannt, dass das britische Innenministerium die Suche nach dem Mädchen weiter finanzieren wird.

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