Mehr als in New York
In dieser Stadt leben besonders viele Millionäre
Bereits jede zwölfte Person, die in der italienischen Metropole Mailand wohnt, ist superreich. Das geht aus dem Jahresbericht der Londoner Beratungsfirma Henley & Partners hervor. Damit leben in Mailand mehr Millionärinnen und Millionäre als in New York (1:22), London (1:41) oder Rom (1:54).
Im vergangenen Jahr sind etwa 3600 neue Millionärinnen und Millionäre nach Italien gezogen, die meisten davon nach Mailand. Sie brachten liquide Mittel von etwa 20,7 Milliarden Euro mit, wobei 182 Personen je mehr als 100 Millionen Euro besitzen. Fachleute führen die Beliebtheit der italienischen Stadt bei den Superreichen auf mehrere Faktoren zurück: darunter eine Erbschaftssteuer von vier Prozent, auch sonst attraktive steuerliche Bedingungen, eine zentrale Rolle als globales Zentrum für Business, Mode und Finanzen sowie eine hohe Lebensqualität.
Die hohe Konzentration Vermögender treibt die Preise für Immobilien und Dienstleistungen nach oben, was den Status wiederum festigt. Ungefähr 15 Prozent der zuziehenden Reichen sind Unternehmerinnen und Unternehmer, die neue Firmen gründen und Arbeitsplätze schaffen. Überdies steigern sie durch Investitionen in Luxusimmobilien, Mode, Gastronomie oder Finanzdienstleistungen indirekt die Beschäftigung und stärken den lokalen Aktienmarkt.
Kritiker sehen „Steuerdumping“
Seit 2017 gilt in Italien die sogenannte „CR7-Regel“, die nach dem bekannten Fußballer Cristiano Ronaldo benannt ist, der dank dieser Bestimmung zum Fußballklub Juventus Turin wechselte und auf seine Auslandseinkünfte – etwa aus Bildrechten oder Sponsoring – eine symbolische Pauschalsteuer entrichtete. Dieses Sondersteuermodell erlaubt es Personen, die ihren Wohnsitz nach Italien verlegen, für 15 Jahre eine Pauschale von 200.000 Euro jährlich zu zahlen, und zwar auf alle Einkommen, die im Ausland erzielt wurden. Betroffen sind etwa Zinserträge, Erbschaften oder Schenkungen, sofern sie im Ausland anfallen. Für Einkommen aus Italien selbst gelten hingegen die normalen Steuersätze.
Kritikerinnen und Kritiker sprechen von „Steuerdumping“ innerhalb der EU. Diese Regelung würde vor allem wohlhabende Unternehmerinnen und Unternehmer anlocken, die lieber ihren Lebensabend in Italien verbringen wollen, statt Neues aufzubauen.









Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.