28.04.2019 21:28 |

Sein 13. Turniersieg

23 Jahre nach Muster: Thiem gewinnt Barcelona!

Vamos! Einfach unglaublich! Dominic Thiem gewinnt 23 Jahre nach Thomas Muster das ATP-500-Turnier in Barcelona nach einem 6:4, 6:0 im Finale gegen den Russen Daniil Medwedew. Nach anfangs hartem Kampf machte Thiem letztlich kurzen Prozess mit seinem Finalgegner und feierte damit den 13. Turniersieg in seiner Karriere. Im Video oben sehen Sie den wunderschönen Matchball von Thiem und den Jubel danach.

Einfach großartig! Erst der 6:4-6:4-Erfolg im Halbfinale gegen den Sand-König Rafael Nadal, jetzt der Finalerfolg gegen Medwedew, der heuer die meisten Spiele auf der ATP-Tour gewinnen konnte. Thiem trat mit dem Sieg in Barcelona auch in die Fußstapfen von Nadal, der in seinem „Wohnzimmer“ drei seiner elf Siege in den letzten Jahren geholt hatte. Auf Sand durfte der 2019-Indian-Wells-Sieger in seiner Karriere zum 9. Mal (in 15 Finali) einen Pokal gewinnen. Der Lichtenwörther ist der zweite Österreicher, der in Barcelona triumphieren konnte. Thomas Muster hatte dort 1995 und 1996 den Titel gewonnen.

Erinnerungen an Muster
„Es ist eine riesige Ehre, so ein traditionelles Turnier gewinnen zu dürfen“, freute sich Thiem, der auf der Tribüne von seinem Papa Wolfgang unterstützt wurde, „nur die besten Spieler durften die Trophäe - die übrigens sehr, sehr schwer ist - hier stemmen. Ich bin wirklich berührt, dass ich als zweiter Österreicher nach Thomas Muster hier gewinnen durfte.“ Als Belohnung dafür gab es ein Preisgeld in der Höhe von 503.015 Euro und 500 Punkte für die Rangliste, in der er auch am Montag weiter auf Position fünf aufscheinen wird.

Thiem legte einen Tag nach dem großen Kampf gegen Nadal in seinem 20. ATP-Finale einen Fehlstart hin. Medwedew spielte anfangs groß auf und holte sich zum 2:0 gleich ein Break. Thiems unerzwungene Fehler sorgten dafür, dass der Russe gar auf 3:0 stellte. Dann fand der Favorit aber in die Partie, machte auf 2:3 das Rebreak und legte auf 4:3 gleich noch eines nach. Bei 5:4 konnte Medwedew noch einen Satzball bei eigenem Aufschlag abwehren. Der 23-Jährige ließ sich darauf bei einem „Medical Timeout“ an der Schulter behandeln. Thiem nutzte im folgenden Game seine dritte Chance zum Satzgewinn.

Der zweite Satz war dann eine ganz klare Angelegenheit. Wohl auch, weil Medwedew körperlich angeschlagen war. Thiem ließ dem Weltranglisten-14., der zuletzt im Monte-Carlo-Viertelfinale den Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic bezwungen hatte, nur noch drei Punkte. Das klare Statistikplus war logisch: Thiem schlug deutlich mehr Winner (15:8) und machte weniger unerzwungene Fehler (17:27). Medwedew konnte an seine zuletzt gezeigte starke Aufschlagleistung nie anschließen.

„Es war ein komplett anderes Spiel wie die letzten beiden Matches. Er hat sehr gut begonnen und das, was ich mir vorgenommen habe mit dem Slice, hat nicht gut funktioniert. Das hat sich danach gebessert und ich denke, dass das auch der Schlüssel für den Sieg war“, resümierte der ÖTV-Star. Medwedew hatte keinen Grund, Trübsal zu blasen. „Ich habe mein Bestes versucht, aber Dominic war zu gut für mich. Die Woche war trotzdem unglaublich für mich. Das erste Mal hier in Barcelona und dann gleich im Finale“, resümierte der Russe, der vor Monte Carlo nur zwei Partien auf der Tour auf Sand gewonnen hatte.

Österreichs Nummer eins stellte im Head-to-Head mit dem 23-Jährigen auf 2:0. Im Gegensatz zum Viertelfinale 2018 in St. Petersburg auf Hartplatz in der Halle (6:2,3:6,7:6/2) hatte Thiem diesmal deutlich weniger Mühe. Thiem blieb auf dem Weg zum Turniersieg ohne Satzverlust, nachdem er zuvor gegen Diego Schwartzman, Jaume Munar, Guido Pella und eben Nadal die Oberhand behalten hatte. Das zweite Finale in Barcelona endete erfolgreich, nachdem er 2017 noch Nadal mit 4:6,1:6 deutlich unterlegen war. Nach einer kurzen Rückkehr in die Heimat geht es für Thiem Mitte nächster Woche nach Madrid.

HIER KÖNNEN SIE das Spiel im krone.at-Liveticker Revue passieren lassen:

Steckbrief von Dominic Thiem

Geboren: 3. September 1993 in Wiener Neustadt (NÖ)

Wohnort: 
Lichtenwörth bzw. Hinterbrühl (NÖ)

Größe/Gewicht: 
1,85 m/79 kg

Schlagtechnik: 
Rechtshänder, einhändige Rückhand

Profi: 
seit 2011

Trainer: 
Günter Bresnik, aktueller Touring-Coach: Nicolas Massu (CHI)

Bisher beste WRL-Platzierung:
4.
Größte Erfolge:
ATP-Titel (13): 2015 Nizza, Umag, Gstaad (alle Sand) - 2016 Buenos Aires (Sand), Acapulco (Hartplatz), Nizza (Sand), Stuttgart (Rasen) - 2017 Rio de Janeiro (Sand) - 2018 Buenos Aires, Lyon (beide Sand), St. Petersburg (Hartplatz/Indoor) - 2019 Indian Wells (1. ATP-Masters-1000-Triumph/Hartplatz) - 2019 Barcelona ATP-500 (Sand).
ATP-Finale (7): 2014 Kitzbühel (Sand) - 2016 München (Sand), Metz (Hartplatz/Indoor) - 2017 Barcelona, Madrid (beide Sand) - 2018 Madrid, French Open (beide Sand)
Grand Slam: Finale French Open 2018, Halbfinale French Open 2016 und 2017, Viertelfinale US Open 2018, Achtelfinale Australian Open 2017 und 2018, Wimbledon 2017 sowie US Open 2014, 2016 und 2017
2016, 2017 und 2018 für die ATP Finals in Londonqualifiziert
Junioren-Finale: French Open 2011

Besonderheiten:

bisher einziger Österreicher mit ATP-Titel auf Rasen
seit 6. Juni 2016 immer in den Top Ten der Weltrangliste

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