26.04.2019 07:34 |

Unsere Bauen bangen

Viel zu trocken: Nächste Dürrekatastrophe droht!

28,5 Grad sind am Donnerstag gemessen worden. Was Sonnenanbeter zum Jubeln bringt, versetzt Landwirte in Verzweiflung: In großen Teilen des Landes ist es derzeit schlichtweg zu trocken. Es gibt somit Anzeichen dafür, dass die nächste Dürrekatastrophe droht!

Besonders betroffen von der anhaltenden Trockenheit sind laut Hagelversicherung Nord-, Nordost- und Ostösterreich sowie Teile der Steiermark, Kärntens und Vorarlbergs.

230 Millionen Euro Schaden wegen Dürre
Wie verheerend sich Regenausfälle und Hitze auf die Landwirtschaft auswirken, zeigte erst das vergangene Jahr: Dabei sei ein Gesamtschaden über 230 Millionen Euro entstanden. Alleine die ausgefallenen Erdäpfel verursachten einen Schaden in Höhe von 40 Millionen Euro.

Bereits jetzt ist die Landwirtschaft mit dem Wintergetreide und den jungen, ausgebrachten Pflanzen im Norden und Osten Österreichs von massiven Niederschlagsdefiziten betroffen, so die Hagelversicherung. In Teilen Niederösterreichs und des Burgenlandes habe es in den vergangenen Wochen nur ein Viertel bis zur Hälfte des durchschnittlichen Regens im Vergleich zum zehnjährigen Durchschnitt gegeben. „Sollte die trockene Witterung in den kommenden Wochen anhalten, könnten sich die Dürreschäden des Jahres 2018 wiederholen oder sogar übertroffen werden.“

Keine Entspannung in Sicht
Die Witterung für einen längeren Zeitraum über Wochen ist freilich nicht vorhersagbar. Laut einer Expertin der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik sei eine flächendeckende Entspannung vorerst nicht in Sicht. Die Störung, die für die Nacht auf Samstag erwartet wird, soll Regen im Westen und Süden bringen, aber im Osten nur bis ins Wald- und Mostviertel vordringen.

Im Weinviertel und dem Nordburgenland dürfte es nur einen Schauer geben. Immerhin wird es aber auch dort kühler und bewölkter. Am Montag oder am Dienstag könnte es auch im Nordosten Österreichs regnen, fix ist das aber nicht, wenn ein neues Tief aus dem Süden erwartet wird. Die genaue Entwicklung ist aber unsicher.

„Das verschärft Extreme“
Grundsätzlich hielt die ZAMG-Fachfrau fest, dass man über die vergangenen Jahre beobachtet hat, dass Störungsmuster stabiler bleiben. Tiefs aber auch Hochs mit extremer Trockenheit bleiben länger sitzen. „Das verschärft Extreme.“

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