Mo, 20. Mai 2019
17.04.2019 12:09

Auch Bürger zahlen mit

97.500 Euro teures Plakat prangt jetzt am Rathaus

Rund 97.500 Euro kostet Österreichs größte - und viel diskutierte - Kunstinstallation, die ab sofort den Hauptturm des Wiener Rathauses verhüllt. Auf einem Baugerüst, das im Zuge der Generalsanierung hochgezogen worden war, wurde ein 70 Meter hohes Sujet affichiert. Mit zwei ganz in Rot gehaltenen Figuren-Silhouetten - eine sitzt auf den Schultern der anderen - will die Stadt rund um Life Ball und Regenbogenparade für ein weltoffenes Wien werben.

Das Motiv, das vom queeren Künstler-Duo Ashley Hans Scheirl und Jakob Lena Knebl stammt und durchaus als Selbstporträt mit Augenzwinkern gelesen werden kann, wurde bereits Anfang April vorgestellt. Statt für großflächige Werbung wolle man das gesetzlich vorgeschriebene Baustellen-Schutznetz für eine kreative Botschaft zur Verfügung stellen, hieß es damals von Bürgermeister Michael Ludwig und Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler.

Scheirl und Knebl beweisen mit ihrem Großwerk durchaus Selbstironie: Auf Modelmaße wird in der Selbstdarstellung verzichtet. Weiße Badeschlapfen, in denen die untere Figur steckt, sollen auf den „Working Class Background“ der früheren Altenbetreuerin Knebl verweisen. Zu sehen ist die überdimensionale Installation vom Rathausplatz aus bis zum Herbst.

97.500 Euro Gesamtkosten
Vorab sorgten die Kosten rund um dieses Projekt für Aufregung: So fließen 30.000 Euro an Steuergeld in das Fassadenschutznetz. Das sind aber nur ein Drittel der Kosten.
Den Löwenanteil von nahezu zwei Dritteln, wie es seitens der Stadt gegenüber krone.at heißt, zahle aber die Gewista. Wie viel genau, darüber hüllt sich die Werbegesellschaft in Schweigen. Außerdem fallen noch Kosten von 7500 Euro für die Montageadaptionen am Gerüst an, die aber von der Baufirma übernommen werden. Summa summarum dürfte das Projekt also mit rund 97.500 Euro zu Buche schlagen.

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