Zu viele „Jäger“:

Angler sorgen sich um Artenvielfalt im Wasser

„Seit 30 Jahren passiert nichts oder die Maßnahmen greifen nicht“, ärgert sich Siegfried Pilgerstorfer. Was dem Landesfischermeister Sorgen bereitet, sind Fischotter, Kormoran und Gänsesäger, die den Artenbestand bei Flossenträgern dezimieren. Die „Krone“ sprach mit ihm aber auch über die Jugendarbeit der Angler in Oberösterreich.

„Krone“: Die Plage mit Fischottern, Kormoranen und Gänsesägern ist ein Dauerthema?
Siegfried Pilgerstorfer: Wir haben immer wieder Kompromisse vorgeschlagen, scheitern aber immer an den Hardlinern im Naturschutz. Es gibt eine Reihe von Fischarten, die wir verlieren. Bei den Kormoranen haben wir nun eine Neuverhandlung nach dem Bayrischen Modell vorgeschlagen. Dort dürfen sie bejagt werden. Aber wir müssen immer wieder feststellen, dass der Schutz der Tiere an der Wasseroberfläche endet.

„Krone“: Auch das Fischereigesetz lässt auf sich warten.
Pilgerstorfer: Wir hatten gehofft, dass es 2019 fertig ist. Es gab Verzögerungen wegen interner Beratung und der Aarhus-Konvention der EU, die NGOs mehr Mitsprache einräumt. Nun ist der Durchbruch geschafft.

„Krone“: Wie schaut es mit dem Fischer-Nachwuchs aus?
Pilgerstorfer: Von den 3637 neuen Fischerkarten entfällt ein Drittel auf die Altersgruppe von 12 bis 15 Jahren. Da sind wir sehr zufrieden. Wir wollen die Jungen weg vom Computer hin zum Wasser bringen und haben gleichzeitig aber auch eine Fischer-App.

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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