14.04.2019 10:34 |

In Salzburgs Bergen

Schneereicher Winter forderte weniger Opfer

Es war einer der schneereichsten Winter der vergangenen Jahre, Lawinen und Skiunfälle  in Salzburg forderten dieses Jahr   drei Todesopfer. 755 Menschen erlitten beim Wintersport Verletzungen. Im nicht so schneereichen Winter 2017/2018 gab es noch acht Todesopfer und 787 Verletzte zu beklagen.

Tagelang wurde Anfang Jänner unter widrigsten Bedingungen rund um die Schindlmaisalm in Abtenau nach einem 28-Jährigen und seiner 23-jährigen Freundin gesucht. Die beiden Jäger waren am 5. Jänner mit Schneeschuhen unterwegs gewesen. Sie wollten die Wildfutterstellen wieder auffüllen. Beide wurden aber von einer Staublawine erfasst und verschüttet. Sie hatten keine Chance. Das dritte Todesopfer gab es am 6. Jänner zu beklagen. Ein 35-jähriger Slowene blieb bei der Abfahrt abseits der Piste in Zauchensee im meterhohen Tiefschnee stecken. Er „versank“ regelrecht und verstarb, bevor er ausgegraben werden konnte.

Österreichweit waren in diesem Winter 19 Lawinentote zu beklagen. Die meisten Opfer gab es in Vorarlberg (6) und Tirol (5). Nur im Winter 2016/2017 waren in der jüngsten Vergangenheit noch mehr Tote zu beklagen: 22. Laut dem Österreichischen Kuratorium für alpine Sicherheit werden die meisten Lawinen bei Variantenabfahrten abseits der gesicherten Piste ausgelöst. Insgesamt waren im vergangenen Winter 93 Todesopfer in den Bergen zu beklagen. Darunter finden sich die Lawinen-Verschütteten sowie Tote nach Skiunfällen bzw. Menschen die beim Wintersport ein natürliches Ableben erleiden. Die häufigsten Todesursachen bei Skifahrern sind ein Anprall gegen ein Hindernis (meist ein Baum), eine Kollision, ein Sturz und ein Herz-Kreislauf-Versagen.

755 Menschen verletzten sich im vergangenen Winter bei Ski- und Snowboardunfällen. Im Vergleich zum Winter 2016/2017 sind das „wenig“ Opfer: Denn in dieser eher schneearmen Saison landeten 1147 Wintersportler nach Unfällen im Krankenhausbett.

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