10.04.2019 12:30 |

„Krone“-Ombudsfrau

Steuer für verkauftes Grundstück vorgeschrieben

Wir haben über dieses Problem berichtet - jetzt hat es wieder eine Leserin getroffen.  Vor fast drei Jahren hat Brigitte R. ein Grundstück verkauft. Die Vorschreibung für die Grundsteuer erhält sie aber trotzdem weiter, wegen der sogenannten Hauptfeststellung.

Ein Baugrundstück hatte die Leserin im August 2016 verkauft. Trotzdem wird der Niederösterreicherin noch heute die für die Liegenschaft zu entrichtende Grundsteuer, die auf Basis des Einheitswertes berechnet wird, vorgeschrieben. „Nach Vorsprache bei der Gemeinde erhielt ich die Auskunft, dass für die Erstellung des Änderungsbescheides das Finanzamt zuständig sei“, so die Leserin. Sie wandte sich an das Finanzamt, sprach persönlich vor - jedoch ohne Erfolg. „Ich sehe nicht ein, warum ich jahrelang für einen anderen Grundstückseigentümer Steuer zahlen und diese dann wieder zurückfordern muss“, kontaktierte Frau R. letztlich die Ombudsfrau.

Das Finanzministerium teilte uns mit, dass es 2014 - erstmals seit Jahren - eine sogenannte Hauptfeststellung gegeben habe, bei der Einheitswerte aktualisiert wurden. Man musste rund 1,2 Millionen Bescheide ausstellen, ein neues EDV-Programm für die Bewertung wurde entwickelt. Dies sei der Grund, warum sämtliche Urkunden, Anträge, etc. nach dem 1. 1. 2014 vorerst nicht erledigt werden konnten. Man bedaure im Fall von Frau R., dass eine Vorschreibung an den neuen Eigentümer noch nicht möglich war und bitte um Geduld, da es längere Bearbeitungszeiten gebe.

Bleibt zu hoffen, dass das Problem jetzt doch endlich bald gelöst werden kann!

 Ombudsfrau
Ombudsfrau
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Dienstag, 25. Februar 2020
Wetter Symbol

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Ihre Cookies sind deaktiviert. Die Seite wird daher möglicherweise nicht korrekt angezeigt.