Fr, 19. April 2019
15.04.2019 15:07

Akne-Erkrankung

Mehr als ein paar Pickel

Nahezu jeder Jugendliche ist in gewisser Weise betroffen, oft sogar Erwachsene: Akne zählt zu den häufigsten Hautkrankheiten, die in verschiedenen Arten mit unterschiedlichen Symptomen und Schweregraden auftritt.

Der Bursche oder das Mädchen von nebenan sind ebenso wenig davor gefeit wie bekannte Hollywood-Stars. So erklärten beispielsweise die Schauspielerinnen Natalie Portman oder Cameron Diaz, in ihrer Jugend, aber auch noch im Erwachsenenalter unter Mitessern, Pickeln und roten Knötchen (Papeln) gelitten zu haben. Dies sind die häufigsten Symptome der „einfachen“ Akne (Acne vulgaris). „Die Entstehung ist bislang nicht eindeutig geklärt. Eine erhöhte Produktion von männlichen Geschlechtshormonen (Androgene) bei Mädchen und Burschen in der Pubertät dürfte eine Rolle spielen. Heute weisen Studien zudem auf erbliche Faktoren hin“, erklärt Ao. Univ.-Prof. Dr. Gudrun Ratzinger, Dermatologin aus Innsbruck. Es handelt sich hier wohl um ein Zusammenspiel mehrerer, sich beeinflussender Einzelfaktoren. Um der Entstehung von Narben vorzubeugen, sollte eine Behandlung beim Hautarzt erfolgen. Diese zielt auf Linderung der Entzündung und der bakteriellen Infektion, Verringerung der Überproduktion von Talg sowie der Verhornung der Talgdrüsenöffnungen ab. „Eine Verschlechterung des Hautbildes zu Beginn der medizinischen Therapie ist möglich. Der gewünschte Erfolg tritt oft erst nach sechs bis acht Behandlungswochen ein“, gibt die Expertin zu bedenken.

Unterstützend helfen entsprechende Kosmetikbehandlungen (mit dem Arzt abklären) sowie ausgewogene Ernährung, ausreichend Flüssigkeitszufuhr sowie das Vermeiden übermäßiger „Sonnenbäder“, die Beschwerden zu verringern.Fehlreaktion des ImmunsystemsEine andere Form, die mit dem erwähnten, üblicherweise unter Akne verstandenen Syndrom nichts zu tun hat, ist Acne inversa. „Dabei handelt es sich um eine eigenständige Erkrankung mit anderen Ursachen und abweichendem Erscheinungsbild“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Klemens Rappersberger, Dermatologe in Wien. „Verstopfen“ bestimmte Schweißdrüsen, sogenannte Duftdrüsen der Haut sowie der Haarfollikel, kommt es zum Rückstau von Sekret und „Platzen“ der Drüsen. Folge: Entzündungen, eine überschießende Reaktion des Immunsystems und Abszesse, schmerzhafte, entzündliche Knoten, Narben, typischerweise unter der Achsel, in der Leiste oder im Intimbereich. Die Erkrankung tritt in Schüben mit unterschiedlichen Schweregraden auf. Rauchen oder Übergewicht spielen ebenfalls eine Rolle.

„Acne inversa kann zwar nicht geheilt, aber sehr gut behandelt werden“, so der Experte. Die Therapie richtet sich vor allem nach dem Schweregrad und den individuellen Beschwerden oder Bedürfnissen des Patienten. Zum Einsatz kommen dabei äußerliche Anwendungen (Salben, Lotionen) oder systemische Therapien (Tabletten, Infusionen, Spritzen gegen bakterielle Infektionen). „Seit kurzer Zeit dürfen bei schwerer Acne inversa neue Medikamente, sogenannte Biologika, verordnet werden. Diese sind langfristig, teilweise über Jahre, einzunehmen, beeinflussen das Immunsystem durch Hemmung der Entzündung und können den Krankheitsverlauf mildern oder gelegentlich ganz unterbrechen“, berichtet Prof. Rappersberger.

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Regina Modl, Kronen Zeitung

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