Sa, 20. April 2019
09.04.2019 07:47

„Zukunftsperspektiven“

Kind misshandelt: Ehepaar kommt ohne Strafe davon

Weil es zwei kleine Buben gequält haben soll, musste sich ein Villacher Ehepaar am Montag vor Gericht verantworten. Dabei kamen die beiden mit einer Diversion ohne Strafe davon - obwohl ein Kind auf einem Foto mit einem schweren Bluterguss im Gesicht zu sehen ist. Die „Krone“ war beim Prozess dabei.

Die Hortleiterin der Buben schlug Alarm, als der Achtjährige die Riesenverletzung hatte. Er erzählte, dass der Stiefvater ihn geschlagen habe - aus nichtigem Grund. Er und sein Bruder sollten die Eltern am Wochenende nicht während einer dreistündigen Mittagspause stören. Wegen Gefahr im Verzug wurden die Brüder ins Heim gebracht. Dort sitzen sie seit Oktober. „Sie sind unglücklich, wollen nach Hause“, schildern mehrere Zeugen beim Prozess vor Richter Oliver Kriz.

„Da fehlen aber noch Gutachten“
Die Mutter und ihr Partner kämpfen darum, dass die Kinder wieder zu ihnen kommen. „Da fehlen aber noch Gutachten“, sagt eine Sozialarbeiterin bloß - sechs Monate scheinen für die Diagnostik noch immer nicht gereicht zu haben.

Richter Oliver Kriz fällt eine ungewöhnliche Entscheidung: kein Urteil, sondern eine Diversion ohne Strafe. Dafür mit vielen Auflagen - Anti-Gewalt-Training für den Mann, Bewährungshilfe für beide, engmaschige Kontrollen durch die Jugendwohlfahrt. Kriz: „Es muss ja Zukunftsperspektiven geben. So kann man die Familie und das Wohl der Kinder im Auge behalten.“

Kerstin Wassermann
Kerstin Wassermann

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