Das tschechische Quartett setzte sich auf dem Weg zum Sieg auch gegen Österreich durch, im Halbfinale hatten Benjamin Raich und Co. mit 1:3 den Kürzeren gezogen. Der Tagesschnellste Bank (3.250 Euro Zusatzprämie) und seine ebenfalls beherzt drauflosfahrenden Kollegen warfen auch die USA (Achtelfinale), Frankreich (Viertelfinale) und die Schweiz (Finale) aus dem im Vergleich zum Vorgänger kurzweiligen und spannenden Bewerb.
ÖSV mit namhaftem Team vertreten
Im Gegensatz zu einigen anderen Nationen - bei der Schweiz fehlte etwa Carlo Janka, bei den Deutschen Maria Riesch - war Österreich mit einer sehr namhaften Mannschaft vertreten. Neben Raich nahmen auch Marcel Hirscher, Romed Baumann, Kathrin Zettel, Elisabeth Görgl und Michaela Kirchgasser teil.
"Wir wollen mit unserer Mannschaft die Bedeutung des Teambewerbs unterstreichen, deshalb hatten wir Topleute am Start. Damit haben sich auch wichtige Erfahrungen fürs nächste Jahr gesammelt", meinte Herren-Cheftrainer Toni Giger angesichts des WM-Teambewerbs 2011 in Garmisch-Partenkirchen. Optimieren müsse man noch in speziellen Trainings den in diesem Bewerb extrem wichtigen Start sowie das Timing bei den eher ungewohnten Torabständen.
Neues Format kam gut an
Das neue Format, bei dem pro Nation jeweils zwei Damen und zwei Herren im Parallel-Riesentorlauf gegeneinander antraten, kam bei den Teilnehmern und Trainern sehr gut an. "Sehr spannend und spektakulär. Dieses Format ist auf jeden Fall besser als der alte Bewerb mit Super-G und Slalom", meinte der Gesamt-Weltcup-Zweite Raich.
Der Tiroler ist ein Fan des Mannschaftsbewerbs, in dem im kommenden Jahr in Garmisch-Partenkirchen - voraussichtlich in diesem Format - Medaillen vergeben werden. "Sehr viele Sportarten wie Leichtathletik oder Langlauf haben Teambewerbe. Bei uns ist es noch eine junge Geschichte, aber das könnte eine spannende Sache werden."
Pum: „Es braucht noch kleine Adaption“
Alpinchef Hans Pum sieht die Angelegenheit sehr ähnlich. "Eine sehr interessante Sache. Natürlich braucht es noch kleine Adaptionen, dann könnte es ein sehr anspruchsvoller und interessanter Bewerb werden." Pum ist nicht ganz zufrieden, dass im Falle eines 2:2-Unentschiedens nur die beste Herren-Zeit herangezogen wird, um den Sieger zu ermitteln. Über Überraschungssieger Tschechien meinte Pum: "Die sind wirklich sehr gut gefahren, das muss man akzeptieren. Der Bewerb ist darauf ausgelegt, dass ihn auch eine kleine Mannschaft gewinnen kann."
Finale:
Tschechien - Schweiz 2:2
Tschechien dank Bestzeit von Ondrej Bank Erster
Sarka Zahrobska unterliegt Nadia Styger
Ondrej Bank schlägt Marc Gini
Lucie Hrstkova unterliegt Fabienne Suter
Krystof Kryzl schlägt Sandro Viletta
Kleines Finale um Platz drei:
Österreich - Kroatien 2:2
Österreich dank Bestzeit von Marcel Hirscher Dritter
Michaela Kirchgasser unterliegt Tea Palic
Marcel Hirscher schlägt Ivica Kostelic
Elisabeth Görgl schlägt Ana Jelusic
Benjamin Raich unterliegt Natko Zrncic-Dim
Halbfinale:
Österreich - Tschechien 1:3
Kathrin Zettel unterliegt Sarka Zahrobska
Benjamin Raich unterliegt Ondrej Bank
Elisabeth Görgl besiegt Lucie Hrstkova
Romed Baumann unterliegt Krystof Kryzl
Kroatien - Schweiz 1:3
Tea Palic unterliegt Nadja Styger
Ivica Kostelic unterliegt Sandro Viletta
Ana Jelusic unterliegt Fabienne Suter
Natko Zrncic-Dim schlägt Marc Berthod
Viertelfinale:
Österreich - Kanada 4:1
Michaela Kirchgasser schlägt Brigitte Acton
Marcel Hirscher schlägt Manuel Osborne-Paradis
Kathrin Zettel zeitgleich mit Britt Janyk (beide einen Punkt)
Romed Baumann schlägt Erik Guay
Tschechien - Frankreich 3:1
Italien - Kroatien 1:3
Schweden - Schweiz 1:3
Im Achtelfinale ausgeschieden: Deutschland, Norwegen, Slowenien
und die USA
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