Mi, 24. April 2019
04.04.2019 09:29

Grausame Natur

Erster künstlich befruchteter Jaguar frisst Junges

Er ist eine medizinische Sensation: In Brasilien ist der erste durch künstliche Befruchtung gezeugte Jaguar auf die Welt gekommen. Doch nur zwei Tage nach der Geburt folgte der Schock für die Tierärzte des Zoos: Die Mutter hatte ihr Neugeborenes aufgefressen ….

In Jundiai gelang Tierärzten ein wissenschaftlicher Durchbruch - es gelang ihnen im November vergangenen Jahres, die Jaguar-Dame „Bianca“ erfolgreich künstlich zu befruchten. 104 Tage später bekam sie weiblichen Nachwuchs - das Tierbaby war gesund und lebhaft. 

Es ist unklar, ob „Bianca“ ihr Junges tötete
„Leider ist das Junges nach zwei Tagen gestorben. Wir können nicht sagen ob es von der Mutter getötet wurde, weil wir das auf den Bildschirmen nicht verfolgen konnten“, erklärte Samuel Nunes von der Tierschutzorganisation Mata Ciliar, die das Projekt durchführte. Eine Untersuchung der Todesursache des Tierbabys ist dadurch leider nicht mehr möglich gewesen. Es sei nicht ungewöhnlich, dass Tiere ihre eigenen Jungen fressen, sowohl in der freien Natur als auch in Gefangenschaft - insbesondere, wenn es sich um Fleischfresser handelt.

Trotz des Tods des Jaguar-Junges sehen die Wissenschaftler darin keinen massiven Rückschlag. Sie sprechen vielmehr von einem historischen Projekt, dass die Erhaltung der Art sichern könnte. Die Großkatzen, die nur noch in Mittel- und Südamerika heimisch sind, gelten als gefährdet und stehen auf der Roten Liste.

Miriam Krammer
Miriam Krammer

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