03.04.2019 16:32 |

Mysterium gelöst

Gestrandete Kühe auf den Kanaren gaben Rätsel auf

Wenn Tierkadaver an Strände gespült werden, handelt es sich im Normalfall und nachvollziehbarerweise um tote Meeresbewohner - umso rätselhafter sind die Ereignisse, die sich vergangene Woche an mehreren Küstenabschnitten der Kanarischen Inseln zugetragen haben. Was auf dem Video aussieht wie ein kleiner Wal, der von einem Jetski auf Teneriffa ans Ufer gezogen wird, ist in Wirklichkeit eine Kuh! Zwei weitere Kadaver wurden entdeckt, einer davon auf der Nachbarinsel La Gomera. Nun dürfte das Rätsel um die toten Paarhufer gelöst worden sein …

Touristen, die eigentlich die Strandidylle in Playa de la Jaquita genießen wollten, wurden in der Vorwoche jäh aus ihrer behaglichen Urlaubsstimmung gerissen - ein Tierkadaver trieb ganz nahe der Küste. Als ein Jetski-Fahrer diesen mit Seilen aus dem Meer zog, wurde schnell klar, dass hier kein Delfin, Wal oder sonstiger Meeresbewohner verendet war - sondern ein Rind!

Nur einer von drei dokumentierten Fällen binnen kurzer Zeit - ein paar Tage später strandete eine Kuh gleich in der Nähe des ersten Schauplatzes, in Granadilla de Abona. Eine weitere trieb vor der Küste der Insel La Gomera.

Doch wie sind die Paarhufer ins Meer gelangt? War eine Herde unvorsichtig und stürzte deshalb ins Meer? Natürlich weit gefehlt, wieder einmal war es der Mensch, der dieses ungustiöse Schauspiel auf den spanischen Inseln verursachte.

Tierfrachtschiff soll verendete Kühe im Meer entsorgt haben
Die Tiere sollen vom Frachtschiff Polaris 2 über Bord gegangen sein. Der Koloss transportiert Vieh von Südamerika nach Europa bzw. Nordafrika. Es hatte Argentinien am 22. März verlassen und befand sich am Mittwoch in den kanarischen Gewässern. Der Agrarminister der Inseln beschäftigte sich ebenfalls mit diesem Fall: Die toten Kühe „kommen mit ziemlicher Sicherheit von einem dieser Schiffe, die Viehherden vom amerikanischen Kontinent transportieren. Die Tiere sind an Bord verendet und wurden ins Meer geworfen“, ist er überzeugt. Diese Art der Entsorgung ist gemäß internationalem Recht verboten.

Falls Sie sich beim Lesen dieses Artikels nun gefragt haben, ob Kühe eigentlich schwimmen können: Ja, das können sie. Sie tun es allerdings nicht besonders gerne. Im Clip oben sehen Sie den beeindruckenden Videobeweis.

Miriam Krammer
Miriam Krammer

Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Werner kommt nicht
Entscheidung gefallen: Bayern sagt RB-Stürmer ab!
Fußball International
Im Alter von 87 Jahren
Österreichs Ski-Pionier Gramshammer verstorben
Wintersport
„Persönliche Gründe“
Vapiano-Chef trat überraschend zurück
Welt
Deutsche Bundesliga
Sabitzer-Show: RB Leipzig demütigt Union Berlin!
Fußball International
Premier League
Fuchs-Klub Leicester luchst Chelsea einen Punkt ab
Fußball International
Frankfurts Matchwinner
„Schrecken war groß“: Kurze Sorge um Hinteregger
Fußball International
Tadic-Show zu wenig
3:3 nach 0:3! Altach mit bärenstarker Aufholjagd
Fußball National
Schlusslicht stärker
Austria enttäuscht wieder: Admira holt 1. Punkt!
Fußball National
Umstrittener Treffer
Schwab-Goldtor! Rapid gewinnt Hit gegen Sturm
Fußball National
„Das ist befremdlich“
„Ibiza-Dosenschießen“ auf SP-Fest sorgt für Wirbel
Niederösterreich

Newsletter