Nicht nur Klassik:

Junger Star an der Marimba erfindet Ed Sheeran neu

Senkrechtstarter Christoph Sietzen ist mit seinen 26 Jahren ein As an Schlagwerk und Marimba und tritt damit in die Fußstapfen seines Vorbilds Martin Grubinger. Der Wahl-Linzer trat schon in der Elbphilharmonie in Hamburg oder bei den Salzburger Festspielen auf und hat auch keine Angst vor modernen Klängen.

„Krone“:Das Instrument Marimba erlebt momentan einen Boom - wieso haben Sie es gewählt?

Christoph Sietzen: Im Kindergarten in Salzburg spielte ich gern auf einem kleinen Xylophon. Mein Opa kannte als Musiker Martin Grubinger Senior, der ja auch seinen Sohn so erfolgreich unterrichtet hat, und ich begann bei ihm mit sechs Jahren zu lernen.

Warum haben Sie sich später für die Bruckner-Universität in Linz entschieden?

Die Linzer Uni ist eine absolute Schlagwerk-Hochburg, da durfte ich bei meinen beiden Lehrern Bogdan Bacanu und Leonhard Schmidinger meine wichtigsten Schritte setzen.

Auf dem Programm Ihrer Konzerte taucht auch der Popstar Ed Sheeran auf - rümpfen da manche Musikerkollegen die Nase?

Als Schlagwerker sehe ich das nicht so eng, ich arrangiere, was mir gefällt. Denn es gibt nicht so viele Werke eigens für das Schlagwerk, das ist nicht so wie zum Beispiel bei der Geige. Das kommt jetzt erst alles, momentan entstehen viele neue Stücke und es ist für mich faszinierend, bei dieser Entwicklung live dabei zu sein. Durch diese Situation habe ich eben nicht solche starren Grenzen. Und ich finde, ein guter Pop-Song, der einfach und kurz ist, aber damit trotzdem so viel ausdrücken kann, ist etwas wirklich Tolles. Da sollte man nicht darauf hinabblicken.

Sie haben mit Ihren 26 Jahren schon internationale Karriere gemacht, an der Uni unterrichtet, in Konzerthäusern wie der Elbphilharmonie in Hamburg gespielt. Was sind Ihre nächsten Ziele?

Mir ist es gar nicht so wichtig, irgendwelche Konzerthäuser abzuhaken und sie wie Trophäen zu sammeln. Ich musiziere einfach gerne mit meinen drei Kollegen vom Wave Quartet und möchte auch mit anderen tollen Musikern auftreten, schöne Projekte spielen. Jetzt trete ich etwa an der Bruckner-Universität in Linz auf, das ist sehr wichtig für mich, an diesen Ausgangspunkt meiner Karriere zurückzukommen.

Die nächsten Konzerttermine: Samstag, 30. März, Bruckner-Uni Linz; 3. April, Konzerthaus Wien; 23. Juni, Stift St. Florian (Stiftskonzerte Oberösterreich)

Jasmin Gaderer/Kronen Zeitung

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