So, 21. April 2019
20.03.2019 11:48

Tempo oft unterschätzt

43 Prozent der getöteten Radler fuhren E-Bikes

Von 40 im Vorjahr in Österreich bei Unfällen gestorbenen Radfahrern waren 17 mit E-Bikes unterwegs. „Dieser Anteil von 42,5 Prozent ist ein neuer Höchstwert“, berichtete der ÖAMTC anhand von Zahlen des Innenministeriums am Mittwoch. Im Jahr 2017 waren rund 22 Prozent und 2016 etwa 33 Prozent der Todesopfer mit Elektrofahrrädern verunglückt. Die Geschwindigkeit werde oft unterschätzt, warnte der Club.

Seit 2008 ist der Anteil von E-Bikes an allen verkauften Fahrrädern von einem auf 29 Prozent angestiegen. 2017 wurden rund 414.000 Fahrräder verkauft, 120.000 davon waren E-Bikes, hieß es. „Dieser Boom bei Elektrofahrrädern in Österreich spiegelt sich leider auch in der Unfallstatistik wider“, erläuterte ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nose.

Zwei Drittel der tödlichen Unfälle mit elektrischer Motorunterstützung im vergangenen Jahr passierten außerorts, ebenfalls zwei Drittel ereigneten sich ohne Fremdverschulden. Sechs getötete E-Biker waren in Niederösterreich zu beklagen, vier in Oberösterreich, je drei in Tirol und Vorarlberg sowie einer in Kärnten.

„Geschwindigkeit wird oft unterschätzt“
„E-Bike-Fahren unterscheidet sich durchaus vom normalen Radfahren. Die eigene Geschwindigkeit wird oft unterschätzt und das kann zu gefährlichen Situationen führen“, betonte Nose. Zudem ist der Elektromotor gerade für ältere Personen attraktiv. Drei Viertel aller tödlich verunglückten E-Biker waren älter als 65 Jahre, das Durchschnittsalter lag bei rund 71 Jahren.

Der ÖAMTC empfiehlt einen Helm zu tragen, um das Verletzungsrisiko zu reduzieren. Zudem sei das Anfahren, Beschleunigen und Bremsen mit einem E-Bike für viele ungewohnt. Abhilfe schaffen Kurse, in denen der Umgang mit dem speziellen Gefährt trainiert werden kann.

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