19.03.2019 12:51 |

50% sorgen sich

Angst vor Kriminalität und Gewalt ist groß

Die Bewohner von Österreich und Deutschland fürchten sich mehr vor Kriminalität als Menschen in den meisten anderen OECD-Staaten, „und das, obwohl die beiden Länder zu den sichersten der Welt zählen“, wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung festhält. Die Angst vor Arbeitsplatzverlust sei geringer als anderswo. Groß ist die Sorge der Österreicher auch wegen drohender Altersarmut.

Im Frühjahr 2018 wurden rund 22.000 Menschen in 21 OECD-Ländern befragt. Als größtes kurzfristiges Risiko sehen die meisten Menschen Krankheit und Invalidität. In Österreich nannten 49 Prozent Krankheit oder Arbeitsunfähigkeit als eines von drei großen Problemen, in Deutschland waren es 51 Prozent, der Schnitt der 21 teilnehmenden Länder lag bei 54 Prozent.

Angst nur in Mexiko größer
Knapp 50 Prozent der Teilnehmer aus Österreich zählten Gewalt und Kriminalität zu ihren größten Sorgen, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Untersuchung hervorgeht. Dieser Wert wurde nur im seit Jahren vom Drogenkrieg gebeutelten Mexiko übertroffen. Aber nur 17 Prozent der Österreicher wären auch bereit, für noch mehr öffentliche Sicherheit höhere Steuern zu zahlen. In Deutschland liegt die Angst vor Kriminalität bei ebenfalls hohen 47 Prozent, der Länderschnitt beträgt nur 34 Prozent.

Sorgen über den Verlust des Arbeitsplatzes rangieren dafür in Deutschland und Österreich mit 23 bzw. 27 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt von 36 Prozent. Für die Österreicher gehören weiters das finanzielle Auskommen (39 Prozent) und der Zugang zu Pflege (36 Prozent) zu den drängendsten Problemen.

Sorge um Armut im Alter
Auf lange Sicht wird Altersarmut als das größte soziale und wirtschaftliche Risiko eingeschätzt, auch in Österreich, wo die Sorge deswegen noch größer ist als im Schnitt (79 Prozent versus 72 Prozent). Gleichzeitig haben die Befragten nicht den Eindruck, dass auf sie gehört werden, und fordern mehr Unterstützung. 73 Prozent der österreichischen Befragten sind der Meinung, die Regierung sollte mehr tun, um ihre wirtschaftliche und soziale Sicherheit zu gewährleisten.

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