Das Trainer-Comeback von Zinedine Zidane bei Real Madrid überstrahlt das restliche Geschehen in der 28. Runde der spanischen Fußball-Liga am Wochenende. Den Kampf um die Meisterschaft hat Real bereits verloren, vielmehr beginnt für Zidanes Kicker mit dem Heimspiel gegen Celta Vigo am Samstag eine 60-tägige „Probezeit“, ein harter Kampf um die Stamm- und Kaderplätze.
„Einige Dinge werden wir ändern müssen“, sagte Zidane bei seiner Präsentation am Montag. Gegen Vigo startet der Franzose aber nicht nur die Beobachtung seiner Schützlinge, er feiert auch ein Jubiläum. Es ist für ihn das 150. Spiel als Real-Trainer. Bei seinem ersten Engagement gewann er neun Titel, darunter drei Mal die Champions League und 104 von 149 Pflicht-Begegnungen. Große Probleme dürfte er bei seinem „zweiten Debüt“ als Real-Coach im Bernabeu nicht haben. Das abstiegsgefährdete Team aus Galicien schaffte in 52 Spielen bei den „Königlichen“ nur sechs Siege und fünf Remis.
Zidane sitzt erstmals nach seinem freiwilligen Abschied nach dem erneuten Champions-League-Sieg im Vorjahr wieder auf der Bank. Im Titelrennen liegt Real mit zwölf Punkten auf Rang drei schon aussichtslos hinter dem FC Barcelona, der am Sonntagabend zu Betis Sevilla muss - jenem Team, das Barca im vergangenen November beim 4:3 in Barcelona eine von bisher zwei Liga-Niederlagen zufügte. Der Tabellen-Zweite Atletico Madrid, dem sieben Punkte auf die Spitze fehlen, muss am Samstag in Bilbao das CL-Aus verarbeiten.
Wöber-Klub Sevilla entließ Trainer Machin
Der FC Sevilla entließ indes nach dem Aus in der Europa League gegen Slavia Prag seinen Trainer Pablo Machin. Anstelle des im Juni des Vorjahres geholten Machin übernimmt Sportdirektor Joaquin Caparros bis Saisonende die Chefcoach-Agenden, teilte der Klub von ÖFB-Teamspieler Maximilian Wöber am Freitag mit. Die Andalusier liegen nach einem famosen Saisonstart in der spanischen Fußball-Liga derzeit auf Rang sechs. In Auswärtsspielen sind sie seit September sieglos. Im Cup schied man im Viertelfinale gegen den FC Barcelona aus, in der Europa League kam im Achtelfinal-Rückspiel gegen Slavia nach Verlängerung das Aus.
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