10.03.2019 22:58 |

Ausgezählt

Das sind die End-Ergebnisse aus dem Flachgau

In den fünf Flachgauer Gemeinden Elsbethen, Oberndorf, Straßwalchen, Seekirchen und Mattsee wird der Bürgermeistersessel erst im zweiten Wahlgang am 24. März besetzt. Die ÖVP konnte heute in 30 Gemeinden das Bürgermeisteramt erringen, die SPÖ nur in einer, nämlich in Bürmoos. In Anif bleibt Gabriella Gehmacher-Leitner (Liste Krüger) Bürgermeisterin.

Bei der Gemeindevertretungswahl erreichte die ÖVP in 34 von 37 Gemeinden die Mehrheit, davon in 28 die absolute, und davon in sieben eine Zweidrittelmehrheit. In Bürmoos und Oberndorf ist die SPÖ in der Gemeindestube die Nummer eins, wobei sie sich in Bürmoos auf eine Zweidrittelmehrheit von 71,6 Prozent, in Oberndorf aber „nur“ auch eine relative Mehrheit von 40,8 stützen kann. Die Liste Krüger erreichte in Anif mit 41,2 Prozent die Mehrheit.

Wahlbeteiligung lag bei 65,8 Prozent

Insgesamt waren im Flachgau 122.201 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt. 80.439 davon haben von diesem Recht Gebrauch gemacht, dies entspricht einer Wahlbeteiligung von 65,8 Prozent. In Hintersee und Schleedorf lag die Wahlbeteiligung bei 82,7 Prozent, der höchste Wert in diesem Bezirk, am geringsten war sie in Wals-Siezenheim (58,1 Prozent). Ungültig wählten 2,9 Prozent.

Zu den Ergebnissen im Detail:

FPÖ-Landeschefin Marlene Svazek hat am Sonntag in ihrer Heimatgemeinde Großgmain den Einzug in die Stichwahl verfehlt. Sie kam auf 33,0 Prozent der Stimmen, der amtierende Bürgermeister Sebastian Schönbuchner (ÖVP) konnte aber bereits im ersten Wahlgang mehr als die Hälfte aller Stimmen (54,3 Prozent) auf sich vereinen. Allerdings legte Svazeks Partei in der Gemeindevertretung kräftig zu. Die FPÖ kam mit 28,9 Prozent (plus 11,5 Prozentpunkte) annähernd an das gute Ergebnis der Landtagswahl vor gut elf Monaten (31,3 Prozent) heran, wo man die ÖVP noch um eine einzige Stimme auf Platz 2 verwiesen hat. Die Volkspartei verlor heute zwar (minus 6,2 Prozentpunkte), wurde aber mit 42,5 Prozent stärkste Kraft in der Gemeinde. Verluste setzte es für die SPÖ (minus 2,1 Prozentpunkte auf 13,5 Prozent) und die Grünen (minus 7,2 Prozentpunkte auf 11,2 Prozent). Die vom früheren FPÖ-Landeschef Karl Schnell nach dessen Parteiausschluss gegründete „Freie Partei Salzburg“ kam in Großgmain heute auf 3,9 Prozent.

Oberndorf
Die von Schwarz und Rot heiß umkämpfte Stille-Nacht-Gemeinde Oberndorf bleibt auch nach dem Sonntag in SPÖ-Hand. Trotz Zugewinne der ÖVP auf 36,4 Prozent konnten die Sozialdemokraten ihr Ergebnis in der Gemeindevertretung von 2014 halten (40,8 Prozent). Einstellig schnitten alle anderen Listen ab: Die Grünen kamen auf 9,1 Prozent, die FPÖ auf 5,1 Prozent und die Liste NOW auf 8,5 Prozent. Die lange Zeit ÖVP-dominierte Kommune war im Jahr 2004 gedreht worden. Wer neuer Bürgermeister oder neue Bürgermeisterin wird, steht noch nicht fest: Es braucht eine Stichwahl. Dabei tritt mit dem Gewerkschafter Georg Djundja (SPÖ) erstmals ein offen bekennender homosexueller Kandidat an, er erreichte heute 46,6 Prozent. Seine Herausforderin Sabine Mayrhofer (ÖVP) ist Unternehmerin und gehört dem Wirtschaftsbund an, sie brachte es auf 40,9 Prozent. In der Stadt war heuer nach 15 Jahren Bürgermeister Peter Schröder (SPÖ) nicht mehr angetreten.

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