06.03.2019 11:36 |

US-Präsidentschaft

Bloomberg tritt nicht gegen Donald Trump an

Der Medienunternehmer Michael Bloomberg wird nicht für die US-Demokraten ins Rennen um das Weiße Haus gehen. Das kündigte der Milliardär, einer der reichsten Männer der Welt, am Dienstag an.

„Ich glaube, ich würde Donald Trump schlagen“, heißt es in einer von Bloomberg im Internet verbreiteten Stellungnahme. „Aber ich habe einen klaren Blick dafür, dass es schwierig ist, in einem solch großen Feld der Demokraten die Nominierung zu schaffen.“

14 Kandidaten beworben
Bisher haben sich bereits 14 Frauen und Männer um die Kandidatur der Demokraten bei der Wahl im Jahr 2020 beworben. Darunter sind der Senator Cory Booker aus New Jersey und der 2016 parteiintern Hillary Clinton unterlegene Bernie Sanders als bisher prominenteste Kandidaten. Eine Kandidatur des früheren Vizepräsidenten von Barack Obama, Joe Biden, wird ebenfalls erwartet. Auch Clinton sebst wird 2020 nicht in den Wahlkampf ums US-Präsidentenamt ziehen. „Ich trete nicht an, aber ich werde weiterhin arbeiten, sprechen und mich einsetzen für das, woran ich glaube“, sagte die Demokratin dem CNN-Partnersender „News 12 Westchester“ am Montag.

Bloomberg will Wiederwahl Trumps verhindern
Anstelle einer Kandidatur will Bloomberg, einst Bürgermeister von New York, seine Bemühungen verstärken, die Energieversorgung unabhängig von Öl, Gas und Kohle zu machen. Außerdem wolle er die Wiederwahl Trumps verhindern, erklärte der 77-Jährige, auf den nicht wenige Anhänger der Demokraten ihre Hoffnungen für die Wahl 2020 gesetzt hatten.

„Ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass ich Donald Trump für eine Gefahr für unser Land halte“, heißt es in der Stellungnahme Bloombergs. Der selbst ernannte Zentrist nahm auch Trumps Republikaner in die Verantwortung. „Die Republikaner im Kongress erfüllen nicht ihre verfassungsgemäße Pflicht, den Präsidenten zur Rechenschaft zu ziehen.“

Bereits für Wahlkampf vorbereitet?
Einem Bericht der „Washington Post“ zufolge hatte Bloomberg bereits weitreichende Vorbereitungen für eine mögliche Bewerbung getroffen. So soll er schon Büroflächen für ein Wahlkampf-Hauptquartier in New York ins Auge gefasst haben. Außerdem habe er intensiv Umfragen erstellen und Wahlkampfhelfer anwerben lassen.

Das große Bewerberfeld der Demokraten könnte nach Meinung von Experten zur Gefahr für die Partei werden, falls es zu langen Auseinandersetzungen unter den vielen Kandidaten kommen sollte. Parteiinterne Gefechte zehren Ressourcen auf und helfen in der Regel dem Gegenkandidaten.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Schwere Verletzungen
Dresden-Fan stürzt in Darmstadt-Arena in die Tiefe
Fußball International
Linzer „Krone“-Fest
Rocklegenden Status Quo bringen Linz zum Beben
Oberösterreich
3:1 nach 0:1
Borussia Dortmund dreht Partie beim 1. FC Köln!
Fußball International
2.-Liga-Überraschung
2:1! GAK stutzt Rieder „Wikingern“ die Hörner
Fußball National
200 Jobs betroffen
Tochterfirma insolvent: HTI-Konzern in Gefahr
Oberösterreich
„Krone“ dankt Helfern
„Ihr macht diese Welt um ein Stück besser!“
Steiermark
Verbal verunglimpft
Larsson trat zum 2. Mal bei Helsingborg zurück!
Fußball International

Newsletter