Mi, 20. März 2019
03.03.2019 09:02

Starker Schneefall

Auch zweiter Super-G in Sotschi abgesagt

Die alpinen Skidamen haben Sotschi ohne Rennen verlassen müssen. Wegen ungenügender Pistenpräparation wurde am Sonntag auch der verbliebene Super-G abgesagt, damit hat auf der drittletzten Weltcup-Station der Damen kein einziges Rennen stattgefunden. „Die Natur war diesmal stärker“, sagte FIS-Renndirektor Atle Skaardal.

In der Olympia-Station von 2014 wären an diesem Wochenende eine Abfahrt am Samstag und ein Super-G am Sonntag geplant gewesen. Die Abfahrt musste aber abgesagt werden, weil keines der drei Trainings wegen intensivem Schneefall stattfinden konnte. Aber auch der stattdessen ins Programm genommene zweite Super-G fiel den Neuschnee-Massen in Rosa Khutor zum Opfer. Am Sonntag kam auch für den letzten Versuch das Aus, weil man die Schneemassen erneut nicht ausreichend sicher aus der zudem zu weichen Strecke gebracht hatte.

Geschuldet war die Nullnummer von Sotschi vor allem dem extremen Wetter. „Seit unserer Ankunft hier am Dienstag sind eineinhalb Meter Neuschnee gefallen“, berichtete Skaardal. „Zudem war die Piste wegen des vorangegangenem Warmwetters zu weich, um schwere Maschinen zu tragen. Es war unmöglich, eine harte Piste hinzubekommen.“

Eine der Profiteurinnen der Totalabsage in Sotschi war Mikaela Shiffrin. Weil auch ihre slowakische Verfolgerin Petra Vlhova auf die Rennen in Russland verzichtet hatte, steht die 23-jährige US-Amerikanerin zum dritten Mal in Folge als Weltcup-Gesamtsiegerin fest. Shiffrin verteidigte zudem „auf der Couch“ ihre Führung im Super-G-Weltcup erfolgreich gegenüber den Verfolgerinnen Tina Weirather und Nicole Schmidhofer.

Die Österreicherin Schmidhofer nimmt nach der Abfahrts-Absage in Russland 90 Punkte Vorsprung mit. Beim Finale in Soldeu kann ihr nun nur noch die ÖSV-Teamkollegin Ramona Siebenhofer den erstmaligen Gewinn von Abfahrts-Kristall streitig machen. Die letzte Absage kam Sonntagfrüh bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein. „Es wäre ein schöner Tag zum Skifahren. Ich würde selbst am liebsten hinauffahren. Aber Skifahren und ein Rennen mit über 100 k/h sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe“, sagte Skaardal.

Schuldzuweisungen gab es von seiner Seite keine. „Man hatte hier genug Maschinen und Manpower und hat bis zum Schluss alles menschenmögliche gemacht. Die Natur war diesmal stärker. Sie hätten nichts anders machen können. Alle Statistiken sagen, dass es einfach nur Pech war“, so Skaardal.

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