02.03.2019 21:38 |

Hallen-EM in Glasgow

Fuchs schrammt nur knapp am 60-m-Finale vorbei!

Wahnsinn! Markus Fuchs schrammte bei der Hallen-EM in Glasgow über 60 m nur relativ knapp am Finale vorbei! In seinem Semifinale wurde er in 6,71 Sekunden Vierter, gesamt landete er nach der offiziellen Reihung auf dem elften Platz. Aber nur neun Sprinter waren schneller als er mit seinen 6,71. 6,67 Sekunden hätten zum Finale gereicht. Mit seiner persönlichen Bestzeit von 6,65 wäre er in den Endlauf eingezogen…

„Ich hatte gleich nach dem Start einen Stolperer, der hat mit vielleicht ein, zwei Hundertstel gekostet“, meinte Fuchs, der aber mit seiner EM total happy war. Das Finale war also schon in greifbarer Nähe, „und das kommt eines Tages noch!“ Übrigens war Andreas Berger hier in Glasgow mit 6,65 Sekunden 1990 bei der Hallen-EM Vierter über 60 m. Neben Fuchs war auch Alexandra Toth im 60-m-Semifinale ausgeschieden.

Nach diesen beiden Semifinals sind für Österreich die Hallen-Europameisterschaften vor dem Finaltag am Sonntag beendet. Die rot-weiß-rote Bilanz der acht Teilnehmer aber kann sich sehen lassen! An der Spitze stehen natürlich die Top-Platzierungen der Fünfkämpferinnen Ivona Dadic (4.) und Verena Preiner (6.). Dadic hatte mit 4702 Zählern, ihrer zweitbesten Punktzahl der Karriere, Bronze nur um 21 Punkte und Silber nur um 29 Punkte verpasst.

Preiner verbesserte ihre persönliche Bestleistung um 151 auf großartige 4637 Punkte. Nada Ina Pauer erreichte im Finale über 3000 m mit 9:06,75 Minuten den hervorragenden zwölften Platz. Eine Leistung, die ihr im Vorjahr wohl kaum jemand zugetraut hätte. Doch auch in dieser Hallen-Saison hatte sie ihre Bestzeiten wieder pulverisiert. Und ihre Leistungskurve zeigt weiter nach oben.

Neben diesem Trio waren die 60-m-Sprinter die großen Glanzlichter. Fuchs belegte offiziell insgesamt den 11. Platz (vier Läufer hatten jeweils 6,71 vorgelegt, sodass die Tausendstel für die Reihung herangezogen wurden), Alexandra Toth wurde Gesamt-15. Im Vorlauf hatte sie mit 7,33 Sekunden ihre persönliche Bestzeit egalisiert, lief im Semifinale nochmals gute 7,36. Sie hatte sogar mit einer Zeit um 7,30 spekuliert, bekannte aber, dass ihr nach dem Super-Vorlauf abends dann im Semifinale die Spannung gefehlt habe.

Damit waren nur Susanne Walli, Steffi Bendrat und Andreas Vojta bereits in den Vorläufen gescheitert. Dass Walli über 400 m in 54,69 Sekunden nur 36. wurde und nicht an ihre heuer erzielte Bestzeit von (53,44) heranlaufen konnte, war keine Überraschung, da sie doch sehr unter ihrem grippalen Infekt aus der Vorwoche gelitten hatte. Allerdings enttäuschten Vojta über 3000 m als 25. in 8:09,72 Minuten und Bendrat über 60 m Hürden als 27. in 8,42 Sekunden.

Generell aber kann der heimische Verband mit Zuversicht in die Freiluft-Saison mit dem Höhepunkt der WM in Doha (27. September bis 6. Oktober) schauen. Mit den Siebenkämpferinnen Ivona Dadic, Verena Preiner und Sarah Lagger sowie Zehnkämpfer Dominik Distelberger (der in der Hallen-Saison leider verletzt fehlte) oder auch einer Nada Ina Pauer, den Marathonläufern (offen ist, wer von ihnen überhaupt in Doha laufen will) und natürlich Diskus-Star Lukas Weißhaidinger hat Österreich einige heiße Eisen für den Sommer…

Olaf Brockmann (in Glasgow)

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