24.02.2019 15:18 |

Unwetter in Italien

Windböe schleudert Vater auf Sohn - Teenager tot

Schwere Stürme haben in Italien zu fünf Todesopfern geführt. Einer der tragischen Fälle: Ein Vater wurde von einer Windböe auf seinen Sohn geschleudert, der ihm helfen wollte. Der 14-Jährige starb. Heftige Unwetter vor der Küste ließen auch einen türkischen Frachter auf Grund laufen (siehe Video oben), der sich im Hafen von Bari in Sicherheit bringen wollte. Ursache der Unwetter ist ein gigantisches Sturmtief, das über der Ägäis und bis nach Sizilien und Tunesien wütet.

Besonders betroffen war die Region Latium mit der Hauptstadt Rom, hier starb auch der 14-Jährige. Der Jugendliche hatte am Samstag die Leiter gehalten, auf die sein Vater geklettert war, um Sturmschäden am Dach ihres Hauses in Capena nahe Rom zu reparieren. Eine Windböe habe dann den Vater erfasst und auf seinen Sohn geschleudert, sodass dieser aufgrund des heftigen Aufpralls ums Leben kam, wie Medien berichteten.

Wind wehte Mann von Gabelstapler - gestorben
Beim Einsturz einer Mauer auf einem Bauernhof in Frosinone starben zwei Menschen um die 70 Jahre, zwei weitere Personen wurden verletzt. Nahe Rom wurde ein 45-jähriger Rumäne von einer Kiefer erschlagen, die auf sein Auto stürzte. Zu den Todesopfern zählt auch ein 30-Jähriger aus Anzio südlich von Rom, der wegen des starken Windes von einem Gabelstapler stürzte und sich dabei tödlich verletzte. Wegen des Sturms und der Gefahr des Umstürzens von Bäumen blieben Parks und Friedhöfe am Sonntag in Rom geschlossen. 

In der Ortschaft San Sebastiano al Vesuvio fiel am Samstag ein Baum auf ein vorbeifahrendes Auto. Eine Frau und ihr Sohn wurden verletzt und mussten ins Spital eingeliefert werden.

Fähren zusammengestoßen, Frachter auf Grund gelaufen
Im Hafen der Insel Ischia kam es zu einem Zusammenstoß zwischen zwei Fähren, niemand wurde verletzt. Wegen Sturms mussten Fährenverbindungen zwischen Neapel und der Insel Capri unterbrochen werden. In einigen Teilen Capris kam es zu Stromausfällen. Die italienische Küstenwache teilte überdies mit, wegen der Unwetter sei ein türkischer Frachter verunglückt, der sich in den Hafen von Bari habe in Sicherheit bringen wollen.

Starke Temperatureinbrüche wurden in ganz Italien gemeldet. In Umbrien stürzten wegen des Unwetters unzählige Bäume ein. Die Feuerwehr musste wiederholt ausrücken. In der Region Kampanien schneite es, was zu erheblichen Verkehrsproblemen führte. Zu erheblichen Problemen kam es auch auf Sizilien, wo einige regionale Bahnlinien unterbrochen wurden, weil Bäume wegen der starken Stürme auf die Schienen gestürzt waren.

Zwei Meter Schnee auf griechischer Insel Samothraki
Sturm und schwerer Schneefall haben am Wochenende aber nicht nur Mittel- und Süditalien in Atem gehalten, sondern auch in Griechenland zu erheblichen Schäden und Verkehrsbehinderungen geführt. Auf der Insel Samothraki erreichte der Schnee stellenweise zwei Meter Höhe. Sämtliche Fährverbindungen wurden unterbrochen. In der Ägäis wurden Winde der Stärke 10 gemessen, berichtete das Staatsradio weiter.

Im Raum Athen kippten Bäume um und beschädigten Dutzende Autos. Mehrere Straßen wurden gesperrt, nachdem Stromleitungen zerrissen und auf der Fahrbahn lagen. Der Zivilschutz und die Polizei riefen die Bürger auf, nicht ohne Grund auf die Straße zu gehen.

Gigantisches Sturmtief
Ursache des Unwetters ist ein gigantisches Sturmtief, das über der Ägäis und bis nach Sizilien und Tunesien wütet. Mit einer Wetterbesserung rechnete das Wetteramt in Athen erst am kommenden Mittwoch.

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