WM in Seefeld

Baldauf/Hauke 6. im Teamsprint, Gold an Norwegen

Der Aufstellungspoker der österreichischen Langläufer im Teamsprint der Heim-WM in Seefeld hat sich ausgezahlt. Dominik Baldauf und Max Hauke zogen am Sonntag wie erhofft ins Zehner-Finale ein und belegten schließlich im Kampf mit den Topnationen überraschend Rang sechs. Gold ging an Norwegen mit Johannes Hösflot Kläbo/Emil Iversen.

Im Damenbewerb ohne ÖSV-Beteiligung triumphierten die Schwedinnen Stina Nilsson/Maja Dahlqvist vor dem slowenischen Überraschungsduo Katja Visnar/Annamarija Lampic. Titelverteidiger Norwegen mit Ingvild Flugstad Östberg und Einzelweltmeisterin Maiken Caspersen Falla musste sich mit Bronze begnügen.

„Es war knapp“
Damit gab es im fünften Langlauf-Rennen der WM erstmals keinen norwegischen Sieg. „Es war knapp, aber ich habe mich wirklich gut gefühlt. Auf den letzten Metern bin ich wirklich stark. Wir sind überglücklich“, jubelte Dahlqvist nach ihrer ersten WM-Medaille.

Kurz danach stellten Kläbo/Iversen die Rangordnung aber wieder her. Einzelsprint-Triumphator Kläbo ließ im Kampf um Gold dem russischen Schlussmann Alexander Bolschunow und Italiens Sprintstar Federico Pellegrino keine Chance.

Baldauf/Hauke zogen als Vorlauf-Sechste bzw. insgesamt Zehnte gerade noch ins Finale ein. In der Entscheidung über 6 x 1,6 km war das rot-weiß-rote Duo gegen die Topstars zwar ohne Chance, ließ aber immerhin vier Nationen hinter sich.

Freude bei Baldauf
„Sechster Platz und Siegerehrung, das ideal“, freute sich der vor der WM erkrankt gewesene Baldauf, im Skating-Sprint als 44. noch weit hinter seinen Möglichkeiten. Der ÖSV-Topsprinter aus Vorarlberg hatte sich nach zwei verpassten Teamsprint-WM-Finali 2015 und 2017 mit anderen Partner diesmal seinen langjährigen Kumpel Hauke als Partner ausgesucht. Der Steirer mit Stärken auf längeren Distanzen hatte deswegen auf den Skiathlon am Samstag verzichtet, in dem er durchaus Top-20-Chancen gehabt hätte.

Hauke spricht von „Wahnsinnsergebnis“
Dieser Aufstellungspoker ging voll auf. „Das ist ein Wahnsinnsergebnis für die ganze Mannschaft. Wir haben zeigen können, was in uns steckt, das macht uns richtig stolz“, freute sich Hauke über das unerwartete Spitzenergebnis vor 10.300 Zuschauern. Das Duo toppte damit Teamsprint Platz sieben von Bernhard Tritscher und des spätere Dopingsünders Harald Wurm bei der WM 2013.

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