"Ich bin Olympiasieger über 5.000 Meter mit seiner Hilfe geworden. Ich bin dreimal Allround-Weltmeister, viermal Europameister und Einzelstrecken-Weltmeister geworden. Außerdem habe ich zahlreiche Weltcuprennen unter seiner Leitung gewonnen", betonte der Eis-Millionär aus Heerenveen.
Bei einem offenen Gespräch unter Männern hätten sie die Grundlage für eine weitere Zusammenarbeit gelegt. "Das Thema ist jetzt Vergangenheit. Für neue Erfolge machen wir uns gemeinsam auf", sagte Kramer. Seine Versöhnung mit Kemkers sei keine Schau, betonte der 23-Jährige, der nun unbedingt in der Teamverfolgung am Samstag eine Medaille gewinnen will.
Sehr teurer Fehler
Kramer schmiss nach dem verhängnisvollen Rennen wütend seine Brille weg, dann versetzte er seinem Coach einen kräftigen Schubser und legte sich mit Reportern an: "Alles Scheiße. Jeder kann mal einen Fehler machen, aber das ist ein sehr teurer", schimpfte der muskelbepackte Eis-Millionär und ließ kein gutes Haar an Kemkers.
Dieser hatte ihm mit einem falschen Wink in der 17. Runde den Weg in die Innenbahn gewiesen und die bittere Disqualifikation maßgeblich mitverursacht. "Es ist meine Schuld. Ich bin verantwortlich. Ich habe Rundenzeiten notiert, und als ich wieder schaute, hatte ich einen Blackout und habe das falsche Kommando gegeben", gestand der Coach nach dem bei Olympia bisher einmaligen Fall kleinlaut. "Das war der schlimmste Moment in meinem Leben, meine Welt ist zusammengebrochen", meinte Kemkers völlig abwesend und sprach vom größten Unglück in der Geschichte des niederländischen Eisschnelllaufs.
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