Do, 21. März 2019
22.02.2019 06:35

„So schön und groß“

Riesenbiene nach 38 Jahren erstmals gesichtet

Ganz schwarz und in etwa so groß wie ein menschlicher Daumen: Die Wallace-Riesenbiene ist nach Jahrzehnten erstmals wieder gesichtet worden. Forscher verkündeten am Donnerstag, sie hätten Exemplare der größten Bienenart der Welt auf einer entlegenen indonesischen Insel entdeckt.

Bienenfotograf Clay Bolt fand einen Bienenstock der Wallace-Riesenbiene auf einer Insel der nördlichen Molukken. Es sei „einfach unglaublich“ gewesen, „tatsächlich zu sehen, wie schön und groß diese Art ist, das Geräusch ihrer riesigen Flügel zu hören. Mein Traum ist es jetzt, diese Biene zu einem Symbol des Umweltschutzes in diesem Teil Indonesiens zu machen“, sagte der Fotograf.

Die Bienenart war im 19. Jahrhundert vom britischen Naturforscher Alfred Russel Wallace entdeckt und laut der Umweltschutzorganisation Global Wildlife Conservation (GWC) zuletzt 1981 in freier Wildbahn gesichtet worden. Die Biene mit dem lateinischen Namen Megachile pluto ist rund vier Mal so groß wie eine Honigbiene.

Bienenexperte Eli Wyman von der Universität Princeton hofft, dass der Fund weitere Forschung anstößt, „die uns ein besseres Verständnis für die Lebensgeschichte dieser sehr einzigartigen Biene gibt“ und sie vom Aussterben schützt. Auf der roten Liste der bedrohten Tierarten der Weltnaturschutzunion (IUCN) wird die Riesenbiene als „gefährdet“ geführt.

Bis zu vier Zentimeter lang
Das nach ihrem Entdecker Alfred Russel Wallace als Wallace-Riesenbiene bezeichnete Insekt gilt als größte Bienenart der Welt. Die Weibchen sind schwarz gefärbt und haben eine Körperlänge von mehr als 23 Millimeter. Die größten aufgefundenen Exemplare waren 39 Millimeter lang und hatten eine Flügelspannweite bis 6,3 Zentimeter.

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