19.02.2019 09:35 |

Ohne Fleiß kein Preis?

Leistungsdruck: Besser, schneller, größer

Nur die Harten kommen durch. Ohne Fleiß kein Preis. Was ist dran an solchen Sprüchen? Und wie den Leistungsdruck rausnehmen?

Sie müssen in der Schule alles auf die Reihe bekommen: früh aufstehen, Tests und Hausaufgaben. Sie sollten ein Instrument lernen, im Sport erfolgreich sein, einen großen Freundeskreis haben und bei allen beliebt sein. Sie fühlen sich durch YouTube-Stars und Influencer unter Druck gesetzt oder leiden darunter, dass sich die Eltern nicht mehr verstehen. Ihre Freiräume werden indes immer kleiner. Es ist nicht immer leicht, Kind oder Teenager zu sein.

Auch die Vereinbarung von Schule und Freizeit ist für viele ein großer Stressfaktor. Sie können oft die freie Zeit gar nicht richtig genießen, weil sie noch Schulerledigungen im Hinterkopf haben. Die Sommerferien sind für viele oft die einzigen Wochen im Jahr, in denen sie abschalten können.

Wenn der Stresspegel an den Anschlag geht
Symptome auf der physischen Ebene können Kopfschmerzen, Bauchweh, Schwindel, Schlaflosigkeit, Übelkeit oder Appetitlosigkeit sein, auf psychischer Ebene Ärger, Traurigkeit und Angst.

Der Leistungsdruck geht nicht selten von den Eltern aus. Kinder sind heute zum Projekt geworden. Man hebt Kinder aufs Podest und hat entsprechend viele Erwartungen an sie. Ausgewogene Ernährung, eine harmonische Familie, Lernbegleitung durch Eltern, Bewegung und Methoden zur Stressbewältigung wie Autogenes Training helfen enorm.

Kommentar von Kids-„Coach“ Nina Petz
Mein Sohn (9) hat selbst kein Handy. Dennoch habe ich Angst, dass er sich im Fußballverein bei den anderen Kindern am Handy Pornos oder Gewaltvideos ansieht. Wie kann ich ihn vorwarnen bzw. das verhindern?

Ich befürchte, verhindern können Sie dies leider gar nicht. Heutzutage ist es wirklich zunehmend der Fall, dass Kinder schon mit 9 oder 10 Jahren das erste Mal mit Filmen von pornografischem Inhalt Kontakt haben. Der Grund ist simpel: Das Internet ist allgegenwärtig, und damit auch der Zugang zu „jugendgefährdendem“ Material, denn nicht jedes Kinder-Handy ist mit einer entsprechenden Software geschützt. Was Sie tun können, ist, immer eine gute, vertrauensvolle Gesprächsbasis zu Ihrem Sohn zu erhalten. Fragen Sie gelegentlich behutsam nach, ob ihm die anderen Kinder etwas auf ihren Handys gezeigt haben. Erzählen Sie ihrem Buben, dass es Filme im Internet gibt, die Angst machen, erschrecken können oder einfach komisch sind. Sagen Sie ihm, dass er sich jederzeit an Sie wenden kann, wenn er etwas sieht, was er nicht versteht. Wichtig ist, dass klar wird, dass er sich mit allem an Sie wenden kann - ohne Tadel. Nur starke, selbstbewusste Kinder, die aufgeklärt sind, sind auch geschützte Kinder!

Susanne Zita, Kronen Zeitung

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