Fr, 22. März 2019
16.02.2019 07:44

Nach Cup-Blamage

„Dumm, Skandal, stinksauer“ - die Austria wütet

Die Wiener Austria war nach der 1:2-Cup-Blamage beim GAK bedient. Vor über 12.000 Zuschauern in Graz platzte für die Violetten der Traum vom Finale im eigenen Stadion, der Spielerfrust entlud sich nach dem Aus am Schiedsrichter. Die aus Halbprofis bestehende Mannschaft der „Rotjacken“ sprach nach dem Coup hingegen von einem „komplett verdienten“ Halbfinaleinzug.

Austria-Trainer Thomas Letsch war „stinkesauer“ und Sportchef Ralf Muhr tadelte „dummes und naives“ Verhalten der Mannschaft. „Es ist brutal ärgerlich und selbst verschuldet aus meiner Sicht. Wir brauchen nichts schönreden. Fakt ist, wir haben das selbst vergeigt“, meinte Muhr. Dabei war der unerwartete K.o. bis Mitte der zweiten Hälfte nicht in der Luft gelegen. Der Bundesligist hatte nach der frühen Führung durch Dominik Prokop (15.) alles im Griff gehabt und gleich mehrere Matchbälle vergeben. „Wir sparen uns dann Meter und machen unnötige Fehler, die den Gegner aufbauen. Solche Fehler werden bestraft“, sagte Letsch.

Die Partie kippte und nahm ihren Lauf. Marco Perchtold (57.) gelang das 1:1, nachdem Ewandro zuvor das mögliche 2:0 vergeben hatte. Der Brasilianer flog kurz nach Notbremse vom Feld (59.), Kollege James Jeggo folgte nach überflüssiger Grätsche in der Spielfeldmitte mit Gelb-Rot (68.). Beim Siegtreffer durch Luka Kiric (86.) waren die Wiener nur noch zu neunt.

Schiri-Kritik
Anders als die sportliche Führung sparten die Austria-Spieler danach nicht mit Kritik an Schiedsrichter Sebastian Gishamer. „Ich denke, wir sind heute ein bisschen betrogen worden“, sagte Prokop. Florian Klein bezeichnete die Leistung des 30-Jährigen, die keine gravierenden Fehler offenbarte, in der zweiten Hälfte als „Skandal“. „Unglaublich, wie er jede Entscheidung für die Heimmannschaft gepfiffen hat“, meinte der weit herumgekommene Ex-Legionär: „So eine Schiedsrichterleistung gibt es in anderen Ländern nicht.“

Die nunmehrigen Cup-Helden tangierte dies freilich weniger. „Dass Spieler, die am Vormittag noch im Büro gesessen sind, so ein Spiel abgeliefert haben, ist unglaublich“, jubelte David Preiß. „Jetzt gehen wir feiern und morgen fahren wir auf Trainingslager.“ Der GAK-Trainer ohne Pro-Lizenz, der nun ins zweite Glied hinter den im Winter gekommenen Trainer Enrico Kulovits rückt, erlebte einen „Abschied“ nach Maß als Chef. „Man sieht, was im Fußball mit gutem Teamgeist möglich ist und wenn alle an einem Strang ziehen“, sagte Preiß. Die Teamleistung führte zum dritten Sieg des vierfachen Cup-Siegers im achten Duell mit dem Rekordhalter (27).

Verdienter Aufstieg
„Es ist ein komplett verdienter Aufstieg. Wir hatten immer das Gefühl, dass etwas gehen könnte“, meinte Perchtold, der die Austria bereits 2013 mit Außenseiter Pasching im Finale besiegt hatte. Die sonst im Norden von Graz spielenden „Rotjacken“ waren in die größere Merkur Arena ausgewichen und hatten diese mit 12.295 Zuschauern gefüllt, kolportierte 2.000 davon hielten den Gästen die Daumen. Für viele GAK-Spieler war es das erste Mal vor solch einer Kulisse. „Ein Anteil am Sieg gebührt sicher dem Publikum“, sagte Perchtold. Das Gros der Spieler wünschte sich erneut ein Heimspiel. „Schön wäre Rapid. In Graz“, sagte Stürmer Alexander Rother.

Viertelfinale:
Bundesliga - Bundesliga
LASK Linz - St. Pölten am Samstag, 6:0
Rapid Wien - Hartberg am Sonntag, 17.15 Uhr
Zweite Liga - Bundesliga
Wr. Neustadt - RB Salzburg am Sonntag, 15 Uhr
Regionalliga - Bundesliga
GAK- Austria Wien am Freitag: 2:1

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