Bullen nach 1:2:

„Kein Traumergebnis, aber die Chance lebt“

Fußball International
15.02.2019 07:19
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Es hatte so gut begonnen - und ging dennoch daneben! Salzburg verpatzte trotz Führung in Brügge das Hinspiel im Europa League-Sechzehntelfinale 1:2, erweckte einen angeschlagenen Gegner zum Leben. Zu Hause stehen die Euro-Fighter nächsten Donnerstag unter Druck. Wolf: „Wir lassen den Kopf nicht hängen!“

Trainer Rose ging beim Salzburger „Kaltstart“ kein Risiko ein - weder mit dem Vierer-Mittelfeld mit Raute, noch bei der Aufstellung. Den tosenden Herbst-Sturm brachte Österreichs Winterkönig in Brügge im ersten Pflichtspiel anfangs nicht aufs „Parkett“ - dafür wurden Kapitän Ulmer und Co. ihrem Ruf als „Fußball-Arbeiter“ wieder gerecht, ließen den Hausherren wenig Platz. Nur, wenn Hüne Wesley in der Mitte gefunden wurde, kam in der Startviertelstunde Gefahr auf.

Traumtor
Dann hatte gleich Zlatko Junuzovic seinen Auftritt: Ulmer-Pass in die Tiefe, die Brügge-Verteidigung konzentriert sich auf Dabbur, der im Abseits steht, übersieht den heraneilenden Junuzovic. Der sieht, dass Heim-Keeper Horvath auf dem schlechten Rasen ausrutscht. Mit der ersten Berührung hebt Junuzovic den Ball gefühlvoll über Horvath - Traumtor zum 1:0 (17.).

Brügge fand aufs Salzburg-Pressing weiter keine Antwort, indes hätte Ramalho aus kurzer Distanz gar auf 2:0 stellen können. Nach einem Doppeltausch zur Pause wachte erst Brügge auf, die Fans folgten. Salzburgs Kontrolle schwand: Nach Bonaventures Kracher (63.) ans Lattenkreuz köpfte Denswil bei der nächsten Ecke zum 1:1 ein.

Belgier nützten „Loch“
Es kam noch dicker: Just als Salzburg-„Staubsauger“ Samassekou behandelt werden musste, fuhr Brügge einen Angriff - da war zu wenig Salzburg-Gegenwehr. Ein abgefälschter Ball kam über rechts zu Wesley, der aus kurzer Distanz einnickte (81.). Am Ende war Salzburg mit dem 1:2 noch gut bedient: „Brügge hat sich das verdient. Es ist für uns kein Traumergebnis, aber wir haben noch Chancen“, analysierte Rose trocken.

Valentin Snobe (Brügge), Kronen Zeitung

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