Vor zwei Jahren hatte Reichelt bei der Olympia-Generalprobe am Whistler Mountain noch beide Rennen dominiert, den Riesentorlauf gewonnen und im Super-G hinter Christoph Gruber Platz zwei belegt. Sah er damals noch wie ein kommender Doppel-Olympiasieger aus, läuft beim 29-jährigen Salzburger seitdem aber nicht mehr viel. Blessuren und Ausfälle haben dafür gesorgt, dass der Sieger von drei Weltcup-Super-G und einem Riesentorlauf nur als Olympia-Reservist nach Kanada zurückkehrte.
"Habe im Moment wirklich Pech"
Selbst für die Kombination wurde Reichelt nur mangels Alternativen als vierter ÖSV-Teilnehmer nominiert. "Vor zwei Jahren hat es so ausgeschaut, als ob mich der Hang gerne hat. Ich habe im Moment wirklich Pech, denn das jetzt ist sicher einer der mittleren bis schwereren Verletzungen in meiner Karriere."
Reichelt hatte bis Donnerstag die Hoffnung nicht aufgegeben, sich vielleicht doch noch für das Riesentorlauf-Team zu qualifizieren. "Im zweiten Trainingslauf bin ich aber mit der Hand hängengeblieben, die Stange hat sich zwischen Unterarmschutz und Hand gemogelt und eine Knochenabsplitterung erzeugt", berichtete Reichelt.
"Knochenimpression mit Bonebruise, Seitenbandteileinriss, Muskeleinriss mit Einblutung", hieß es im Untersuchungsbericht der olympischen Polyklinik, weshalb Teamarzt Martin Gruber auch deutlich von einem Start abriet. "Mein Körper hat eine gute Regenerationsfähigkeit, ich möchte noch eine Nacht drüber schlafen", beharrte Reichelt, gestand aber auch: "Es tut gscheit weh."
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