04.02.2019 13:43 |

Weiterhin Stufe 4:

Erkundungsflüge wegen Lawinengefahr geplant

Nach den heftigen Schneefällen am Wochenende ist Montag die Lawinensituation im Westen Kärntens zunächst weiter angespannt geblieben. Der Lawinenwarndienst des Landes stufte die Gefahr von den Karnischen Alpen bis zu den Hohen Tauern als groß, also Stufe 4 der fünfteiligen Skala, ein.

Das Wetter hat sich zu Wochenbeginn deutlich gebessert, für die folgenden Tage ist sonniges Wetter prognostiziert. Wegen nur leichten Ostwinds und etwas milderer Temperaturen gehen die Experten von einer sinkenden Lawinengefahr aus. Im Ankogelgebiet wurden bereits an die 30 Lawinen abgesprengt; im Lesachtal ist die Situation prekär. Im Tal sind an die zwei Meter Neuschnee gefallen; auf den schattseitigen Hängen ist die Gefahr für Abgänge groß.

Die betreuten Pisten sind sicher; bei der Fis-Abfahrt auf dem Nassfeld ist das derzeit noch fraglich. Auf jeden Fall wird geraten, nicht in den ungesicherten Skiraum abzufahren oder dort Touren zu unternehmen. In einigen Wintersportorten, wie etwa Kleinkirchheim, mussten Rodelbahnen oder Langlaufstrecken gesperrt werden.

Aufklärungsflüge durch Lawinenkommissionen
Die Lawinenkommissionen werden in den nächsten Tagen Aufklärungsflüge unternehmen, um die Situation noch besser einschätzen zu können. Der Cef des Lawinenwarndienstes Wilfried Ertl: „Wir versuchen das zu koordinieren, obwohl natürlich jede Gemeinde eine eigene Kommission hat. Ortsansässige, die die Lawinenlage seit Jahrzehnten kennen, sind nämlich unverzichtbar.

Aufklärungsflüge gibt es auch in Großkirchheim und Bad Kleinkirchheim. Wie berichtet sind dort Sonntag zwei Lawinen abgegangen und haben vier Personen verschüttet. Ein Großkirchheimer konnte nur noch tot geborgen werden.

Serina Babka
Serina Babka
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