Turin-Doppelolympiasieger Felix Gottwald wurde schon beim Skispringen ein Opfer der schwierigen Wetterverhältnisse. Der Doppel-Olympiasieger von Turin ging als aussichtsloser 41. mit 2:12 Minuten Rückstand in den Langlauf und belegte schließlich den 14. Platz. Gottwald gehörte damit ebenso zu den Geschlagenen wie auch Hannu Manninen, der nur 1,8 Sekunden vor ihm als 13. ins Ziel gelaufen war.
Stecher teilweise zufrieden
"Es war ein gutes Rennen, aber nicht gut genug. Am letzten Hügel habe ich nicht mehr mitgehen können, das hat gefehlt. Ich habe mir gedacht, dass es gut ist hintendranzubleiben, im Endeffekt war es aber zu wenig", analysierte Stecher, der damit weiter auf seine erste Einzelmedaille bei Spielen warten muss. "Die Füße waren zu müde, es geht so in Ordnung. Es fehlt nicht so viel, aber das war zu viel."
Schon bald nach dem Start kam der nach dem Springen führende Finne Janne Ryynänen, der mit 34 Sekunden Vorsprung auf den US-Amerikaner Todd Lodwick ins Rennen gegangen war, zu Sturz und fiel als ohnehin schlechterer Läufer zurück. Nach etwas mehr als 2,5 Kilometern hat sich eine Siebener-Spitzengruppe gebildet, in der auch Stecher mit dabei war. Der nach dem Springen an dritter Stelle gelegene Christoph Bieler fiel bald weit zurück, war zur Halbzeit des Rennens schon auf Platz 13 durchgereicht worden und wurde am Ende 24.
Spannendes Finish
Auf der dritten 2,5-Kilometer-Schleife schloss zu Lodwick und Johnny Spillane auch noch Bill Demong als dritter US-Amerikaner auf und vergrößerte die Spitzengruppe auf acht Mann. Nach drei Viertel des Rennens lag Stecher an sechster Stelle. Plötzlich attackierte Norihito Kobayashi und in seinem Windschatten verschaffte sich der US-Amerikaner Spillane den entscheidenden Vorteil. Während Kobayashi bald wieder wegbrach, setzten sich neben Spillane, Pittin, der spätere Olympiasieger Chappuis und Lodwick vom Rest des Feldes ab.
Würdiger Sieger
Am Ende setzte sich der 23-jährige Weltcup-Gesamtleader Lamy Chappuis durch, der heuer schon fünf Weltcupsiege gefeiert hat. Der in Missoula in den USA Geborene holte damit endlich seine erste Olympiamedaille, nachdem er in Turin im Sprint 4. und mit dem Team 5. geworden war. Für den Franzosen war es der erste große Titel, denn bei Weltmeisterschaften war er bisher über zweimal Bronze nicht hinausgekommen.
Ergebnis des 10-km-Sprints:
Rang | Name | Nation | Zeit |
1. | LAMY CHAPPUIS Jason | FRA | 25:47.1 Min. |
2. | SPILLANE Johnny | USA | 25:47.5 |
3. | PITTIN Alessandro | ITA | 25:47.9 |
4. | LODWICK Todd | USA | 25:48.6 |
5. | STECHER Mario | AUT | 26:00.7 |
6. | DEMONG Bill | USA | 26:05.0 |
7. | KOBAYASHI Norihito | JPN | 26:09.0 |
8. | KOIVURANTA Anssi | FIN | 26:16.9 |
9. | MOAN Magnus-H. | NOR | 26:22.7 |
10. | FRENZEL Eric | GER | 26:23.2 |
| Weiters: |
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13. | MANNINEN Hannu | FIN | 26:30.4 |
14. | GOTTWALD Felix | AUT | 26:32.2 |
15. | KREINER David | AUT | 26:36.5 |
17. | TANDE Petter L. | NOR | 26:47.2 |
18. | EDELMANN Tino | GER | 26:47.6 |
22. | KIRCHEISEN Bjoern | GER | 27:09.3 |
25. | BIELER Christoph | AUT | 27:14.0 |
26. | RYYNÄNEN Janne | FIN | 27:21.6 |
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