Nach Mordserie:

Landtags-Debatte um besseren Schutz für Frauen

Mit dem Thema Gewalt an Frauen beschäftigt sich am Donnerstag der Landtag: Schwarz-Blau will eine Resolution an den Bund verabschieden. Gefordert wird ein flächendeckender Ausbau von Frauenhäusern und Übergangswohnungen. Die SP ist sauer, denn ähnliche Landtagsanträge haben zuletzt VP und FP abgeschmettert.

Dreimal hat die SPÖ im vergangenen Jahr Anträge zum Ausbau der Einrichtungen zum Schutz von Frauen im Landtag eingebracht. „Und stets hat Schwarz-Blau nicht mitgezogen oder eine Verzögerungstaktik gewählt und in vielen Bereichen die Förderungen gekürzt“, ärgert sich die rote Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer.

Zweifel an raschem Ausbau
Dass Schwarz-Blau jetzt eine Resolution an den Bund mit dem Appell für einen flächendeckenden Ausbau richten will, sei zwar löblich. Die SPÖ-Fraktion werde den Antrag auch unterstützen. Gerstorfer: „Man delegiert aber die Verantwortung an den Bund, obwohl wir viele Möglichkeiten dazu auch im Land haben. Ich habe Zweifel, dass der Ausbau vom Bund schnell vorangetrieben wird!“

Fünf Frauenhaus-Standorte in Oberösterreich
Dieser sei aber dringend notwendig. In Oberösterreich finden von Gewalt bedrohte Frauen nur Schutz in Häusern in Linz, Wels, Steyr, Vöcklabruck und Ried. 41 Plätze stehen dort insgesamt zur Verfügung. In Braunau, Freistadt, Bad Ischl, Kirchdorf und Perg gibt es auch noch Übergangswohnugen.Gerstorfer sieht in Braunau, im Mühlviertel und im Salzkammergut den höchsten Bedarf für Frauenhäuser: „Der Betrieb aller drei Unterkünfte kostet jährlich rund 1,2 Millionen Euro!“

Mario Zeko
Mario Zeko
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Freitag, 14. Mai 2021
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