Do, 21. Februar 2019
21.01.2019 18:19

Immer mehr Milliardäre

Superreiche gewinnen pro Tag 2,5 Milliarden Dollar

Die Kluft zwischen Arm und Reich ist einer Oxfam-Studie zufolge im Vorjahr größer geworden. Die Vermögen der Milliardäre wuchsen um zwölf Prozent, kritisiert die Hilfsorganisation vor dem beginnenden Weltwirtschaftsforum in Davos. Dagegen gab es bei der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung einen Vermögensrückgang von elf Prozent.

Das Vermögen der Milliardäre, deren Zahl sich seit 2008 nahezu verdoppelt hat, stieg demnach um 2,5 Milliarden Dollar (umgerechnet knapp 2,2 Milliarden Euro) pro Tag. Die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung verlor hingegen täglich 500 Millionen Dollar (rund 400 Millionen Euro), berichtet Oxfam im am Montag Vorfeld im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Im Durchschnitt besitzen Männer laut Oxfam um 50 Prozent mehr Vermögen als Frauen, deren Gehälter außerdem um 23 Prozent niedriger seien als die der Männer. Pro Jahr leisteten Frauen Pflege- und Sorgearbeit im Wert von zehn Billionen US-Dollar (knapp 8,8 Billionen Euro).

Kritik an Berechnungsmethode
Oxfam-Kritiker bemängeln, dass Vermögen als die Summe aus Finanzanlagen, Vorsorge und Sachwerten abzüglich der Schulden definiert wird. Demnach hätte der Hochschulabsolvent eines Industrielandes, der zwar einen lukrativen Job, aber noch Zehntausende Euro Schulden aus einem Studentendarlehen hat, weniger Vermögen als ein schuldenfreier Bettler in Bangladesch, der von 1,50 Dollar (etwas mehr als ein Euro) am Tag lebt. Das heißt: Den Allerärmsten werden Menschen zugerechnet, die hoch verschuldet sind - aber eben nicht arm.

Kronen Zeitung

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