08.01.2019 06:00 |

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Extremsituation fordert auch steirische Landärzte

Ihre erste Feuerprobe müssen dieser Tage die Gesundheitszentren in den steirischen Bezirken bestehen. Der Hut brennt vor allem in jenen Orten, die von der Umwelt weitgehend abgeschnitten sind. Der Puls bleibt bei Ärzten und Patienten jedoch erstaunlich ruhig: „Ärgere Probleme blieben bislang aus“, heißt es unisono.

Gesundheitszentrum statt vollwertiges Krankenhaus. Für die einen Allheilmittel, für die anderen im besten Fall Trostpflaster. Christine Holzweber will sich in dieser heiklen Sache weder als Gegnerin noch als Befürworterin instrumentalisieren lassen; in ihrer Funktion als Bürgermeisterin von Eisenerz möchte sie zur Zeit nur eines: „Eine ordentliche Gesundheitsversorgung für meine Bewohner!“, betont die Ortschefin.

Ihr Hilfeschrei am Wochenende wurde rasch erhört: „Da der Präbichl seit 4. Jänner gesperrt und das örtliche Gesundheitszentrum ja nur wochentags geöffnet ist, habe ich gebeten, die Öffnungszeiten ausnahmsweise auf das Wochenende auszudehnen“, erzählt Holzweber.

Sonderregelung in Kraft
Sowohl die politischen Verantwortlichen in der steirischen Landeshauptstadt als auch die Mediziner vor Ort gaben sofort grünes Licht. „Es wurde die Sonderregelung erlassen, dass wir, solange der Pass gesperrt ist, 24 Stunden über die Rettungsleitstelle erreichbar sind und im Notfall Patienten im Gesundheitszentrum betreuen können“, sagt Uwe Bauer-Schartner, Leiter des Eisenerzer Gesundheitszentrums.

Auch in Marizalle wurde reagiert
Weitblick trotz meterhoher Schneeberge beweist man auch drei Täler weiter: „Sobald es danach ausgesehen hat, dass der Seebergsattel gesperrt werden könnte, wurde in Absprache mit Graz ein erweiterter Bereitschaftsdienst organisiert und Überwachungsbetten aktiviert“, erzählt Patrick Killmaier.

Der Leiter des Mariazeller Gesundheitszentrums lässt sich ebenso nicht aus der Ruhe bringen: „Wir versorgen zwischen 100 und 120 Patienten täglich, da ist schon was los. Aber wir haben ein gutes, notfallmedizinisch geschultes Personal, das jederzeit auf Abruf bereit steht.“

Und es ging mitunter schon heißer her: „Aufgrund der Lawinengefahr werden immer wieder Lifte gesperrt. Bei durchschnittlich 20 bis 30 Skiunfällen täglich spüren wir das jetzt natürlich“, ergänzt der Mediziner.

„Hervorragende Arbeit“
Gesundheitslandesrat Christopher Drexler streut den Verantwortlichen indes Rosen: „Sogar in dieser schwierigen Lage funktioniert die Notfallkoordination bestens. Ich möchte mich dafür bei allen Einsatzkräften bedanken, die hervorragende Arbeit leisten.“

Barbara Winkler
Barbara Winkler
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