16.12.2018 11:00 |

Nach Krebs-OP:

Herbies Kampf zurück ins Leben

 Villachs Eishockeylegende Herbert Hohenberger besiegte kürzlich den Krebs, jetzt versucht er in Herne (D) wieder optimal in Form zu kommen Und der 49-Jährige will unbedingt „Botschafter“ werden.

Die Weihnachtszeit ist immer etwas Besonderes. Herbert Hohenberger (49) genießt diese gemütliche Zeit heuer doppelt. Im Juni war bei der VSV-Legende Prostatakrebs diagnostiziert worden. Die Operation im Oktober verlief positiv, seit einer Woche ist auch die Reha abgeschlossen. „Ich bin wieder völlig gesund. Zum Glück gehe ich seit Jahren zur Vorsorgeuntersuchung. Der Tumor wurde deshalb früh erkannt, konnte nicht streuen.“

Das zweite Glück war, dass Herbie - als die Diagnose im September kam - schon in Deutschland in Herne (wo er für den Eishockey-Drittligisten als Trainer arbeitete!) war. „Dort ist zufällig eine Klinik, die auf Prostata spezialisiert ist.“ Der Klub stand immer voll hinter dem Villacher. „Ich durfte sogar die Wohnung und das Auto behalten. Ich kann mich nur nochmals bei allen dort bedanken.“

Herbie (der auch weiter Präsident des Kärntner Eishockey Verbandes ist) hatte nach der Diagnose sofort zu kämpfen begonnen. „Natürlich war anfangs der Schock groß, aber das Leben ist oft nicht einfach. Man darf nicht aufgeben. Das hab ich als Sportler gelernt.“

Jetzt ist das Schlimmste überstanden. „Das Wichtigste bei der Krankheit ist, Geduld zu haben, das musste ich erst lernen.“ Hohenberger ist jetzt immer noch in Herne, vielleicht kommt er über Weihnachten einige Tage heim nach Villach.

„Am Vormittag geht’s mir gut. Da mach ich 20 Minuten mein Fitnesstraining, nach dem Mittagessen gehe ich 30 Minuten spazieren, mehr darf ich nicht. Das ist das Schlimmste - du sollst 100 Tage nicht viel tun. Das ist lange. Trotzdem bin ich am Nachmittag ganz schön geschafft. Dann beschäftige ich mich mit dem Computer, schaue Fernsehen. Ich lese auch viel.“ Und Herbie gibt sich schon wieder kämpferisch. „Wenn’s mir ganz gut geht, will ich Botschafter für Vorsorgeuntersuchungen werden. Die haben mir das Leben gerettet.“

Albert Kurka

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