14.12.2018 07:14 |

Protest eskalierte

Ungarn: Tränengas und Knüppel gegen Demonstranten

Die ungarische Polizei hat am Donnerstagabend Tränengas gegen Demonstranten in der Hauptstadt eingesetzt. Der Protest richtete sich gegen die umstrittene Arbeitsgesetzreform der rechtskonservativen Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban. Tausende Menschen nahmen daran teil, es wurden Rauchbomben, Feuerwerkskörpern, Flaschen und Eiern auf die Exekutive geworfen.

Die Demonstration fand am Budapester Kossuth-Platz statt. Die Menge rief „Orban hau ab“, „Diktator“, „Wir haben genug“. Laut Klubradio ging die Polizei mit Gummiknüppeln gegen Demonstranten vor, die mit Rauchbomben und Eiern warfen. Unter hohem Polizeiaufgebot wurde der Kossuth schließlich geräumt.

Die wütende Menge hatte Fenster des Parlamentsgebäudes eingeworfen, zwei Polizisten wurden verletzt. Nach der Räumung des Platzes zogen die Demonstranten weiter in Richtung Innenstadt. Dabei kam es zu Tätlichkeiten zwischen Polizei und Demonstranten.

„Sklavengesetz“ erlaubt mehr Überstunden
Die von den Arbeitnehmerverbänden als „Sklavengesetz“ bezeichnete Gesetzesänderung, die mit 1. Jänner 2019 in Kraft tritt, erlaubt eine massive Ausweitung der erlaubten Überstunden - von den bisherigen 250 auf bis zu 400 im Jahr auf freiwilliger Basis. Auch der Zeitrahmen für die Bezahlung der Überstunden soll von einem auf drei Jahre ausgeweitet werden.

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