Diskussion:

Gratis Fahren mit den Linzer Öffis für alle!

Luxemburg will ab nächsten Sommer das Fahren mit Bussen, Straßenbahnen und Zügen völlig kostenlos anbieten. Was im estnischen Tallinn schon seit 2013 praktiziert wird, thematisiert man derzeit auch in Graz. Und in Linz fordert es die KPÖ, doch bei genauem Hinsehen bleibt es wohl ein frommer Wunsch ans Christkind . . . 

Der Gedanke dahinter wäre ja grundsätzlich ein schöner. Um den immer stärker werdenden Verkehr aus der Stadt zu verbannen, bietet man einfach das Fahren mit allen öffentlichen Verkehrsmittel gratis an. Viele würden daraufhin ihr Auto stehen lassen, die Öffis nutzen. Der Verkehr würde deutlich abnehmen, die Luft wieder deutlich besser werden . . .

„Für Stadt nicht finanzierbar!“
So denkt sich das auch die neue Regierung in Luxemburg, die ab Sommer 2019 alle Öffis frei zugänglich machen will. Das fordert in Österreich - zuletzt in Graz - nun auch in Linz die KPÖ. „Die denken, ähnlich wie die Grünen, dass das Geld auf der Straße liege und man es nur aufheben müsse“, zeigt sich FP-Verkehrsstadtrat Markus Hein über den Wunsch amüsiert. „Wir könnten das unmöglich stemmen. Die Linz Linien sorgen jetzt schon jährlich für ein Defizit von rund 34 Millionen Euro. Außerdem muss man entscheiden, was man will: Billig fahren oder den Ausbau der Öffis!“, so Hein.

Ausbau wichtiger als Gratis-Angebot
In die selbe Kerbe schlägt ausnahmsweise auch VP-Klubobmann Martin Hajart: „Gratis-Öffis sind unrealistisch. Wir brauchen den Ausbau, vor allem die zweite Schienenachse wie einen Bissen Brot. Denn im Gegensatz zu Luxemburg ist die Auslastung der bestehenden Öffis bei uns ohnehin schon am Limit.“ „Die Linz AG Linien haben zum jetzigen Zeitpunkt 113 Millionen Fahrgäste und ein attraktives Tarifsystem mit der günstigen Jahreskarte um 285 €. Die Kosten einer Gratis-Nutzung müsste die öffentliche Hand tragen“, so Linz-AG-Linien-General Erich Haider.

Mario Ruhmanseder
Mario Ruhmanseder
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